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2 (1853)
Entstehung
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5tufna1)me ber öoltetbümlidjcn JDidjtung.

fte ncrgifjt ii&er beit ©nett alle 9)}enfd)ett, über bet Sitten alle SBclt,ttttb abgejlojjen von bett SKenfdjen fudjt fte bte 9tatur, bie baS ©litd beSSSJiettfdjen nie ftört, immer erhöht. Sie braunen eS nicht su fagett, biefeSinter, baf bie fdjöite Statur fte beglüdt, aber man begreift« uttb fteljtS.©o brauchen fte and) nicht, wie ttod) ade meifterfcingerlidjeu Siebeöliebereines SJhtöcatblut tt. 91. tfntn, bie Schönheit ber ©eliebten nad) ihrerSange unb SBreitc, 9iött)e uttb SEBeifje, ©lätte uttb 3ärte ju bef d)r ei=beit, fottbetn, wenn beriDtdjter baS rothe9Ü?üitbd)en»ermißt ober bejtfct,uttb wenn tljnt bie fdjneewetfe §attb gereicht ober geweigert wirb, foerntifjt man teid)t attS feiner greube ober feinem Scibe, wie Werth unbwie fd)ön il)m betbeS tft. 2)ie grauen ftnb attd) hier fpärlid) mit ihrer©uitft, unb bie Stebettben quälen ftd) int langen 3Menfte, allein fte fiagenweit weniger als fte hoffen, unb reben Weit ntiuber, als fte haubein.@ef)eimmf unb 3wetfel tft aud) l;ier mit ber Siebe gepaart, aber bteSeibettfdjaft felbft ift immer baS .jperrfdjenbe uttb baS SBeiwerf barf nie folaut werben. Sind) f)ier gewinnt ntd)t immer ber Stebenbe, was er fudjt;halb tft tl)nt gelungen, halb Wirb er »erbrttitgett; eS ift aber nicht ewig(Wie int Sütititeltebe) bte ©rille ber 2)ante, bte ihm wehrt; fottbern erhat mit einem glüdlidjen Siebenbtt^ler ju tl)itn, ober er muf fort, er hataud) anbre Ißflidjteit, als bie ihm bie Siebe auflegt; j?rieg unb Sßattb=ruttg swingt tf)tt weg uttb Slngft unb Sifcrfudjt mtfd)t ftd) in bett Schmersber Trennung. Sr mödjte fo gern fein fröf)ltd)eS Sebett fortfüf)ren ittteid)tem üdiutlfe, fo Will eS bie 3tit ittdjt fügen; eS tttuf gefdjtebeit feilt,ber Sttantt foll bte gretnbe bauen; fte fegttett ftd) mit ©ott non gaitserSeele; Sr fteibet ftd) in ber Siebfteit £rad)t, baS ift ber SEreue 3etd)en;gutmütig wünfd)t er betn einen böfett Sag, ber baS Sd)eibett unb^Jfeiben erbadft unb trabt auf afd)grauem Stof über bte §aibe; unb fiehatte lieber SSater unb Butter fahren laffett, tun ben ^erjliebften su be=galten, uttb »ergrantt ftd) fortan bttrd) bie fdjwer langweilige Trennung«*Seit tn trauernber $ein uttb läftigen ©ebattfen. 9(ber fo feljr fte aud)heimltdjeS Selben im jungen ^erjett üben, fo hoffen fte bod), wie eStnenfd)lid) ift, auf bie 3eit bie Siofen bringt, tröften ftd) barnit, baflange 3ett nid)t ewig ift unb öerwunbern ftd) über bie gröblich Wt, bteif)t Setb unterbricht. £>b woljl etwas SBehmüthigereS, StüljtenbereS unbtiefer SmpfttnbeneS in ber SSBelt extftirt, als biefe Sdjeibelieber uttb ihreäJtelobien? 2)te ©ebtlbeteren ber 3?it bewunberteit fte fdjott uttb S3ebetahmte baS saf)Uo« »erbreitete SJtufterfiüd3dj ftuttb an einem borgen"tn lateinifdjer Sprache nad). SEBtr haben leiber @efd)tnad uttb Sinnburd) su häufige Söieberholung uttb gemeinen SSortrag an oielen fold)er