Druckschrift 
2 (1853)
Entstehung
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180
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180 aScvfaK bcr rittevl. ©idjtmig u. Uebergattg gur Bolföpofjie.

feinem .fpofe etwas abjugeben. ©r fam tit Uttgnabe unb muftc felbftnidjt warum, bemt ber Sd)abe mad)te tfm ttirgettbS fing; er ntufteWohl nod) »ot SabiSlauS £obe (1457) »on feinem öpofe weg, obwohler »oretft nod) in Ungarn geblieben fein mag. Balb treffen mir tf)n anÄaifer piebrid)S <£>ofe felbft. (St madit 146.2 beit befannten Kufftanbber SBiener mit, unb f)ält mit bem Äaifer bte Selagerung burd) (FrgtjerjogSllbredjt unb ben Bürgermcifter .fpotjet aus. (Sr I)at brei 3af)re nad)t)erbiefe Begebenheit in Keime gebrad)t 241 ), fie ju lefen als einen Spruch,ober ju fingen als ein Sieb; er hatte eS fdjott mäf)teitb ben Slengften berBelagerung ber SJBiener Burg felbft angefangen unb feine äßeife barttmbte Ülngftmetfe genannt. §ier fd)üttet er benn feinen gangen ©rtntm überbte SBiener,bte fpattbmctfer, Sdjcilfe unb Safterbcilgc" attS unb bemcift,baß er int Raffen unb Schimpfen fo arg fein fatttt, tute uttmdftg unbntebrtg tut Sobett. SBaS er felbft babei erlebt, getlfan unb erlitten, fließtmit in feine ttnfdglid) rol)e (StjäMung ein, bie ttttS mit allen belagerten(Sbclfnaben, 3e«g= unb Büd)fenmetfietn, Trompetern, Äödjen unb Hell»nertt, bis ju ben Barbieren unb Boten namentlid) befannt mad)t, unbbie übrigens jur (Srlauterung beS bamaltgen .ßuftanbeS »on SBiett nidjtohne Kuweit ift. Unter ben SBienern mad)te er ftd) mit feinem ifJoetnferne peunbe, fte fct)mäE)ten unb oerfolgten ihn, aber eS brattgte ihnbiefen Stoff ju bebjanbelit unb eS ging ihm, wie fettem fßropheten, öe £ben pll »on Serttfalem »etfd)Weigeit wollte: eS brannte il)it bis er ge»fd)tiebett. SBte gern mürbe man biefen 2Bahrf)eitSeifer anerfettnen, wennman nicht ju beittlid) feilte, Wie blofe pttftenbienerei ihn ju biefern fpaffebet niebern Stcinbe, betten er felbft angehörte, verleitete, mie er aud)fonft bet feber ©elegenljett feinen 3ont attSläjjt an ben Keid)Sftdbten, anben Bürgern, bereu (Sntporfommen unb frifdje Strcbfamfeit felbft einSleneaS SplPtttS in biefen 3etten bemunbert, ttnb halb ein Jütten, berbiefen ®Ianj feiner Kittetfdfaft liebet gegönnt hatte, mit aufrichtigerSBahrljeit beftaunt. Seit ptrften unb bem Slbel prebigt er, menn ergegen bte dürfen aufruft, »on Slrtljur ttnb Äarl »or! unb hofft »ott ihnenUnterftüjjung feiner «ffunfi, bte nirgenbS einen Sinn bafür hntten: bennber ©eiehrte unb Slbelige, meil er faf), baf baS Botl ihm ben Küdeitlehrte, that beSgletd)eit unb bidjtete hinfort lateinifd), unb lateinifdjc2)id)ter fattben bann etwa bei ben beutfehen Äatfern nod) eine Sotbeer»frone. Beipicbttd) hatte ber meltunfuttbige SJfantt gehofft, fetnSebenittKühe befehligen ju bürfen, benn hatte er aud) mit feiner 5lnhängltd)fett

241) Cod. Pal. N. 386, ©ad 93ud) »ott ben SBtenern, »on .Karajan, 1843,