Ifebcrgattg b. djriftl. JDidftung auS bem ®ptfd)cn ittd ®ibactifd)c. 95
ber SMfdmaffe 31 t Ratten. SJiatt fonnte gereimte SBorrebett ju Siedjtd*büdjern mad)cn, aber bad 3ied)t fetbft mugte wofjl in beutlidfcr gemeinerSiebe gefdfriebett fein. 3n btefem ©ebiete fam ed nur barattf an, ba(jfid) ein begabter SJiatttt bed Stoffed bemächtigte, ju beut er bie geftaitenbegornt itt feinem ©elfte angeboren tragen fonnte. SSiel fd)Wtettger mared fd)ott, bafj ftd) bie fßrofa in anberen ©ebteten, wo ftd) ber ©egenftanbnicht fo feid)t barbot, in einem auffallenben ©rabe utib ©iiide l;ätteaudbilben [offen. 2 ßtr haben oben gefehlt, bafi bie Sietntd)rontf fid) anbeit Stoff ber @efd)td)te wagte, mtb ed war nun ber Uebcrgattg ju berfd)idlid)cren :profatfd)en @efd)td)tdet 3 cil)luttg naf)e genug gefegt, ber and)fd)on fett bem 13. 3aftrf). mit ben Sluflöfuitgett ber Sieimd)rontfett, (inber tiiebcrbeutfdjen Siepgaitifdjcit) ttnb fclbftüitbtg in ber s Dlagbeburgifd)en©fjronif (um 1250), bann itt oberbcutfdjcn Sßcrfett mit gr. Äöbij’ Sebcttbed heiligen Srtbwtg (1315 ff.), mit bet Stmbitrget (1336 tt. f.), berStraßburger öon gritfdjc Grlofcner (1362), ber elfafftfdfett »ott SafobZwinger bott jföttigdfwfett (ttttt 1386) ttttb Sfnberett gemad)t warb.Stlfein wie felften biefeäßerfe trgettb eilten fffiertf) ber Siebe, trgettb einenSieij bed Stild haben, ba ber Stoff gering war ttnb Weber ben Sdjretbererfüllen, nod) beit Sefer erbauen fonnte? SBte ganj anberd geftaftetenftd) gleich bie gewursten Sd)Wanfe ttnb flehten Grrsafüitngen, bie tnattbisher and) nur itt bid)terifd)er gönn gefefett fjatte, uttb bie man feitbem 14. 3af)rf). gleichfalls attftng itt Sßtofa umsufctjeit ? 2ßie uttgletd)beffer ald fette ©fronifcit fefett ftd) bie ©efta Siomanotitnt, bie »ielleid)tnod) ihre garbe aus btefem 3 al)rl). tragen, ttttb befottberd ber legettbari*[die 3ü)eit bed ^erntattn »ongttijlar (1343) 134 ). 2)teSegettbettfamntlitngbtefcd SOfatttteS führt und jttgleid) auf einen neuen fßuitft bed Sebürfitiffed,woran bie fßoefte faft notl)Weubig $ur fßrofa Iferabfaitf. (Sin 3)hetl feinesSßerfed befd)dftigt fid) mit ben Sieblingdftagett ber mi)ftifd)en £f)eologeitbed 14.3aljrl)d. ttnb biefer ftberftnttlidje Stoff hübet eine gattj entgegen*gefegte, aber eine ttod) beftimmter naefwetdbare Urfad)e bon bem lieber*gang twn gebunbeiter 51 t ungebunbetter Siebe 138 )* 5Bo ftd) am Grube gar
134) JöerauSg. in $taitj fßfeiffer’S beutfdjen ajh)jtifern. 1. fflb, Seidig 1845.
135) 3n bem Cod. 417. ift folgenbe inteoeffante ©tefle in bet gereimten tBorrebe-ju einem ungereimten Sractat über ben £eid)nam (Sfjriiti:
Ouch hän ich muot in minem sin, daz ich ditz claine huochlinwelle on rirnen machen, durch zweier liande Sachen;die erst daz ich dise heilichait mit durnechtiger wärhaitmuge dester paz bewaren, da von han ich muot ze varender gemeinen red di sträzen , und alles rimen läzen,