Strophe 6.
"' ' V Feinde Schaaren
Mit chm nicht wie mit Pyrrhus glücklich waren."
(Jonseca.» Pyrrhus, König von Epirus, führte milden R->.mern Krieg ; durch seine im Heere gebrauchten Elcphantcn besiegteer sie in der Schlacht am Flusse Eins, worauf er bis siebenMeilen vor Rom heranzog, Ebenso gewann er eine zweiteSchlacht über die Römer bei Ascoli in Apulien , schwächte aberdadurch sein Heer so außerordentlich, daß ihn der Konsul CuriuSDentatus in einem dritten Treffen schlagen konnte. Dieser un-glückliche Erfolg bewog ihn, der Rom zittern gemacht, wiedernach Epirus sich zurückzuzichen,
Strophe 8.
„Sertorins sammelt schnell ein Heer zum Streite:
Die kluge Hirschkuh stehst du ihm zur Seite."
Quintus Sertorius, ein tapferer Krieger, welchersich in der Mitte des lusitanischen Volkes gegen die übermüthighausenden Römer erhob, wohnte im heutigen Evora, daser befestigte und mit einer über 12,V8l> Fuß langen künstlichenWasserleitung beschenkte. Als er im Jahre 66L nach ErbauungRoms mit seinen Landsleuten die Römer angriff, war er sehrglücklich in seinen Unternehmungen und wußte sich so tapfer zuhalten, daß ihn die Evorenscr zum Ob-rherrn über die Stadtund das umliegende Gebiet erhoben. Es wird erzählt, daß ereine weissagende Hirschkuh mit sich führte, l2. l'Iuinrcüi
Strophe 9.
,,Schau dieses andre Banner, dessen FaltenDen Ahnherr» unsrer ersten Könige zeige»;
Wir mochten selbst für Ungarns Lohn ihn halten, ^Nach Andern stammt' er aus Lothringens Reichen . - -
lFonseca,) Heinrich (llm»'i>iuo), Graf (llomle) vonPortugal, der Stammvater der Könige, welche nachmals diesesLand beherrschten, war gebürtig ans B-san po n , «ohn Gui-CamöeS, Die Susiaden. ^