475
Siebentel,- Zesang.
Mid wüthenden traurigen Religionskriegen: rom dreißigjährigenKrieg und von den vielen andern blutigen Verfolgungen beiderParteien. —
Ltrophe v.
wvhl V-ss'reS, Galliens Hahn,'mir bi-t'eu,Desf Koiug sich zum »christlichsten" erklärte,
Nicht um das Heil zu schützen und zu wahren —
Nein, um zu steh'n zu Christi FeindeSschaaren!"
Das Original hat:
„I'ois «in li, 6»//» !Äe/!l»>»,a, gun <Ileoi?stuo u Nttiiio Ukuistianiosimo guiroolo . .
Wörtliche „Was soll ich aber von dir, unwürdigerGallier, sagen, der du den Namen „allcrchristlichster" be-gehrtest? . . . Das Wortspiel (vaiio — Hahn, Franzmannsschien mir hier passend zu benützen,
lFonseca,) Diese Stelle ist gegen Franzi,, König vonFrank-rcich, gerichtet, weil er dem Sultan Sotiman bei der Belagerungvon Nizza in Italien beigestanden, und außerdem das Gebietvon Mailand für sich erobert hatte.
Strophe 7.
,,Tu findest, daß du Macht hast i» den Reiche»
Der Christen, da sich weit dein Seiner streiket,
Und doch magst du vom Nil, vom Cinvph weichen,Wo heiliges band der Christenscind bedecket?
Karls Thron ward dir, d» erbtest Ludwigs Siege:Ward dir nicht auch gerechter Grund zum Kriege?"
Der Cinyphus entspringt in Biledulgerid und geht durchdas Gebiet von Tripolis bis ins mittelländische Meer, Auf denTrümmern des alten Karthago ist Tripolis erbaut; hier fielöudwig IX., der Heilige, König von Frankreich, im Kampfegegen die'Mauren. — Der Thron Karls ist der Karlsdes Großen: beide Fürsten waren sonach leuchtende Vorbilderwahrer Herrschertugendcn und christlichen Glaubenseifers, woge-