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Dritter Mang.
und übcr fünfzehn andere (kleinere) Fürsten Iriumphirte, welche alleunter dem Oberbefehl des Kaisers Jsmacl standen und eine unzähligeMasse barbarischen Kriegsvolks zusammengebracht hatten. Alfons,erfüllt von wahrer Frömmigkeit und im Vertrauen zu Gott,wachte sorgsam über Gebet und heilige Messe mitten unter demgrößten Waffenlärm. In tiefer Nacht las er einmal den wunder-baren Sieg Gideons mit dreihundert Mann ohne Waffen gegendas furchtbare Heer der Madianiten. Er erhob seine Gedankenzum Himmel und wandte sich im Geist zu Gott. ihn also an-sprechend: ,.O allmächtiger Herr, du weißt es wohl, daß ich nurzur Ehre deines anbetungswürdigsten Namens die Waffen er-griffen habe gegen die Feinde des Glaubens: gleicherweise wiedort vermagst du auch hier den Sieg zu verleihen vielen oder we-nigen Streitern. Ist es dein Wille. daß ich durch die Hände derFeinde falle, so geschehe dein heiliger Wille. Wenn du mir aberden Sieg bewilligst, so wird aller Ruhm und Ehre dein sein!" —So schlief Alfons angekleidct ein. mit dem Haupt auf das Buchgeneigt. Da erschien ihm im Traum ein Bote des ewigen Königs,welcher zu ihm sprach: „Vertraue fest darauf, daß du diese Un-gläubigen besiegen wirst. denn der Herr wird an dir seine Barm-herzigkeit offenbaren !" Zu gleicher Zeit weckte ihn Dom JohannFernandes de Souza. der Kammerherr des Fürsten, indem er ihmmeldete: „Es ist ein ehrwürdiger Greis hier, welcher Euch zusprechen wünscht." Der König versetzte: „Er trete ein. wenn erein Christ ist!" — Sobald er den Fremden erblickte, erkannte er.daß dies dieselbe Gestalt sei, die sich im Traume ihm gezeigthatte. Der Greis hob an: „Sei gutes Muthes. du wirst siegenund deine Feinde werden nicht über dich triumphiren. Du bist ge-liebt von Gott. der die Augen seiner Barmherzigkeit auf dich ge-richtet hat bis in das sechszehnte Geschlecht, übcr welches er dannin der Noth neue Wohlthaten wegen seiner Frömmigkeit ausbrei-ten wird. Gott sendet mich, daß du auf den Klang bes Glöckleinsmeiner Zelle in dieser Nacht nach der Wüstenei gehest, wo ich seitsechszig Jahren unter den Barbaren, geschützt vom Herrn, gelebthabe; — dort magst du ohne Zeugen die Wunder des Aller-höchsten erschauen."