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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
351
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Zehnter Mang.

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24 .

So thun die Fürsten, wenn ihr Sinn umklungenBon Schmeichelei, die oft so gern sie hören;

Ulyß erhält, was Ajar schwer errungen:

Klug mag des Schmeichlers glattes Wort bcthören.Doch räch' ich mich, daß also schlimm verdungenDer Lohn selbst durch den hohen Sitz der Ehren:Wenn man ihn selten weisen Rittern spendet.

Wird oft er gierigen Schmeichlern zugcwendet.

25 .

Doch du, der solchen Helden schlecht gcehret,

O Fürst, nur ungerecht auf dieser Seite:

Wenn Geiz und Unrecht dir zu lohnen wehret,

So denk', daß reiches Land er dir im StreiteGewonnen einst. Und wo die Sonne kehretZum Erdball aus des Weltalls ewiger Weite,

Wird allein Volk sein Name ewig tönen.

Doch deinen argen Geiz wird man verhöhnen!

26 .

Sieh einen Andern hier, der mit den EhrenDes Königs kommt, von seinem Sohn begleitet,Der hohen Ruhm gewinnt auf wilden Meeren,

Daß ihn manch alter Römer drob beneidet.

Mit tapfrer Macht gen Quiloa sie kehren,

Dem nunmehr harte Züchtigung wird bereitet iDen treulos argen König sie verjagen,

Der Vater wird die Krone treulich tragen.