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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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348
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Die Lusiaden.

15 .

Und abermals wird alle sie vernichten

Zu Land und Meer Pacheco's Schwert mit Schrecken;

Es werden der Erschlagnen Reih'n, die dichten,

Auf Malabar entsetzlich Grauen wecken.

Und noch einmal wird Kampf und Schlachten richtenDer Heide wüthend gegen diese Recken;

Doch mag sein Volk er schmäh'n, Gelübde schwören:Umsonst: die tauben Götzen ihn nicht hören.

16 .

Nicht nur versperrt Pacheco ihm die Straßen:

Die Städte auch, die Häuser, Tempel legetEr ihm in Schutt und Asche: toll vor RasenWird schau'n der Feind, wie sich's dort schrecklich reget,Wenn wild die Flammen seine Städte fraßen.

Sein Heer, das keine Furcht vor'm Tode heget.

Wird auf Pacheco von zwei Seiten stürmen:

Doch der wird blitzschnell furchtbar Leichen thürmen.

17 .

Der Samorin wird kommen, selbst zu schauenDie Schlacht, den Muth der Seinen anzufachen;

Doch ein Geschoß, das donnernd braust, voll Grauen,Spritzt Blut auf seinen Baldachin mit Krachen.

Nicht zeigt mehr Hülfe sich noch List dem Schlauen,Auch nicht Gewalt, Pacheco bang zu machen;

Verrath, geheimes Gift wird er ersinnen,

Doch wird <der Himmel will's) er nichts gewinnen.