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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
216
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21ü

Die Lusiaüeu.

33 .

Der Göttervater und das Schicksal spinnenNach ihrem Sinn der Menschheit niedre Loose:

Sie wollen, daß die Recken Ruhm gewinnen,

Der einst verdunkelt alles irdische Große;

Das Meer auch soll den Kühnen nicht entrinnen:Schaut, wie drob Zwist herrscht in der Götter SchooßeWohl sieht man hier, wie die selbst unterliegen,

Die jedenfalls Viel eher sollten siegen.

34 .

Und darum bin vom Himmel ich geflohen,

Um Trost zu suchen ob des Kummers Schwere:

Will der Olymp mich mit Verlust bedrohen,

So such' ich Schutz in eurem weiten Meere."

Mehr will er sprechen, bis die Herzen lohen,

Daß er sie alle wild zur Rache kehre.

Doch Thränen strömen ihm von beiden Wange»,

Darob die Wafsergötter Feuer sangen.

35 .

Der Zorn, der plötzlich die Gemülher füllteIm Götterkreise, stieg zu hohen Graden:

Kein guter Rath die Ungeduld mehr stillte.

Kein Aufschub, keine Warnung noch vor Schaden.

Und Boreas enteilt sofort, der wilde,

Mit Sturmesfurien rauh nach allen Pfaden,

Voll Wuth auf jene Schiffer sich zu richtenUnd sie, die hülflos, gänzlich zu vernichten.