„Glaubst du, daß nicht das Schiffsvolk aufgestanden,Wenn nicht nach ihrem Sinn der Führer kehrteZurück den Lauf? Daß dann in wilden BandenDie Mannschaft raubend ihrem Hunger wehrte,
Hat!' ich die Tapfern nicht mir stets zu Händen?
Ja, wahrhaft groß den Ruhm des Volks vermehrteDies Häuflein: keiner Macht wird es gelingen.
Des Portugiesen Treu' zum Fall zu bringen!
73.
„Vom Fluß des süßen Wassers endlich lichtenDie Anker wir, die Salzfluth zu gewinnen;
Von hier aus mußten wir uns seitwärts richten,
Um eines Abgrunds Strudeln zu entrinnen,
Die drohten, unfehlbar uns zu vernichten.
Doch half uns Notus' frischer Wind von hinnenEntlang der Bai von jenen Äüstenlanden,
Die längst Sofala's reiches Gold versandten.
74.
„Als dieses wir passtrt, ward anempfohlenSanct Nicolaus, die Flotte zu bewahren,
Weil mühsam kämpfend mit der dumpfen, hohlenUnd wilden Fluth die Schiffe mußten fahren,
Je schneller wir uns näherten den Polen.
Oft hofften, oft verzweifelten die Schaaren,
Sah'n sie das schwanke Schiff am Abgrund schweben:Da bracht' uns ein Ereigniß neues Leben.
CamöeS, Die Lusmden. 13