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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
189
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.fünfter getan«;.

I

60 .

„Hier endigt das Phantom; und grinzend schwandenDie Züge Plötzlich vor uns in den Lüsten;

Im Nu wir nichts als schwarzen Nebel fanden, —Weit hallt' ein Schrei hin ob den Wassergrüften. —Die Herzen dann zum Engelchor wir wandten,

Das uns beschützt, seit wir das Meer durchschifften,Und flehten Gott, daß er mit mächtigem WillenVerhüte, was der Dämon mocht' enthüllen! —

61 .

„Bereits erschienen mit dem SonnenwagenDes Phöbus Rosse, daß wir bald gewahrtenDas steile Land, von dem des Riesen KlagenUns eben Grund und Ursprung offenbarten.Entlang der Küsten, die gen Osten ragen,

Setzt fort die Flotte ihrer Schiffe Fahrten,

Bis unfern wir von jenem ZauberstrandeZum zweiten Mal uns nah'n dem festen Lande.

62 .

„Die Fremden, denen dieses Land zu eigen,Erkannten gleichfalls wir vom Stamm der Mohren,Doch merkten bald wir größrer Bildung Zeichen,

Da mehr zu wahren Menschen sie geboren.

Als jene, die den wilden Bestien gleichen.

Schnell hatten sie zu Freunden uns erkoren,

Und zogen festlich uns mit Frau'n und KindernEntgegen sammt den zahmen fetten Rindern.