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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
187
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Knster Mang.

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54 .

,Vor Allem müssen wir das Meer befreienVon jenem Krieg, dann werd' ich Mittel finden.

Um meinem Danke Ausdruck zu verleihen.'

Dies ließ sie durch die Botin mir verkünden.

Wohl mußt' ich nun, was ich ihr sollte weihen,(Obgleich Verliebte gleichen sehr den Blinden);

Doch als sich Hoffnung regte und Verlangen,

War auch mein Widerstreben schnell vergangen.

55 .

-Schon hatte thöricht ich vom Krieg gelassen,

Und Doris kam, Erhörung mir zu melden ;

Schon sah ich eines Nachts die zarten MassenVon fern mir winken, wo die Wogen schwellten:

Wie toll enteilt' ich, liebend sie zu fassenIn diese Arme, die den Herrn der WeltenEinst stürzen wollten: an den Rosenwangen,

An Aug' und Mund sah ich mich schwelgend hangen.

56 .

-O ließe mich der Grimm das Ende künden!

Als ich mein Liebchen glaub' im Arm zu halten.

Muß ich mich plötzlich unter Felsen finden,

Die oben finstre Dickichte bewalden.

Ich fühle, wie mich Bergesmassen binden,

Und statt der Nymphe Haupt den Stein, den kalten.Nicht blieb ich Mensch mehr: alsobald zum hartenUnd rauhen Fels die Glieder mir erstarrten.