Vierter gesang.
36 .
„Und Johann sicht, wie furchtbar hart bestürmetDer tapfre Nuno; denn der Feldherr weiseLenkt seinen Blick, wo wild Gefahr sich thürinet,Ermuthigt, stärkt, dringt in's Gewühl, in's heiße.Und gleich der Löwin, die die Jungen schirmetMit großer Wuth, daß nichts von ihr sie reiße, —Bis^sie gewahrt, daß, als sie Beute jagte,
Massyliens Hirt ihr sie zu rauben wagte:
37 .
„Und sie dann brüllend, schäumend, wutherbebendDie Sieben - Brüder - Berge macht erschüttern:
So Johann, der, mit Streitern sich umgebend,Stürmt hin, wo Berg und Thal vom Kampf erzittern.Mit mächtigem Wort der Helden Herz erhebend:
-O ihr, die bravsten unter meinen Rittern,
Von beispiellosem Muth! Wahrt eure Schanze» :
Des Landes Freiheit ruht in euren Lanzen!
38 .
„-Ihr seht mich hier als euren König stehen,
Als Kämpfer mit euch, wo die Speere sausen,
Die Pfeile schwirren, als den Ersten gehenZum blutigen Streite, zu des Blutbads Grausen:Laßt stets in euch die Portugiesen sehen!»
Er ruft's, und schleudert in des Kampfes BrausenDie wuchtige Lanze mit gewaltigem Arme:
Drob sanken Viele von des Feindes Schwarme.