Die Lulmüeo.
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„-Darum, o König, vor dess mächtigen ThatenDer Schreck erstarren macht Mulucha's Fluthen,
O möchtest du nicht säumen, uns vor SchadenZu schützen, eh' Castiiien muß verbluten lDein heitres Antlitz mag mir Lieb' verrathen:
Darf Vaterzärtlichkeit ich drin vermuthen't
Dann eile, rette, Vater, eh' verschwindet
Die Spur, auf der dein Arm uns jetzt noch findet!-
106 .
„So sprach Maria trauernd vor dem Throne,
Gleich Venus, die den Vater Zeus beschworen,
Daß günstige Schifffahrt er verleih' dem SohneAcneas, der das Meer zur Flucht erkoren.
Vor Mitleid hatte Zeus, daß er ihn schone,
Aus seiner Hand den wilde» Blitz verloren —Gewährt ward Alles ihr in Huld und Gnaden :Gering deucht ihm, was ihre Lippen baten.
107 .
„Und schon erfüllen dichte KriegerschaarenEvora's Fluren, die so weiten, grünen;
Hell sieht man Harnisch, Lanz' und Schwert vom klarenUnd goldnen Licht der Sonne rings beschienen;
Das Streitroß wiehert; schmetternde FanfarenErwecken Lust zum Kampf in Aller Mienen,
Die sonst in Fried' und Ruhe sich gefallen:
Der Muth erwacht, wenn Kriegsdrommeten schalle».