Dritter Mang.
102 .
„ So eilt Maria, Alfons' Tochter, blendendDurch Schönheit, zu dem herrlichen PalasteDcs Vaters, sich mit sanfter Bitte wendendZu ihm, defs Knie sie kindlich jetzt umfaßte.Und die umflorten Blicke zu ihm findend,Schmiegt sie sich Epheu gleich am starken AsteDer Vater nimmt sie auf mit offnen Armen,Die weinend jetzt ihn bittet um Erbarmen.
103.
„Sie spricht: -Wie viele Völker einst geborenIn Afrika, gar seltsam rauh und wilde.
Hat jetzt Marokkos König herbeschworen,Hispanie» zu erobern, das so milde.
Nie ward ein gleiches Kriegerhcer erkoren.
Als wir erblicken auf der Landschaft Bilde;
Und alle sind es wildunbändige Recken,
Die Lebende und Todte selbst erschrecken!
104.
„ -Und er, dem du zur Gattin mich gegeben,Ist, wenn er sein bedrohtes Land will schützen,Verloren doch trotz muthigem Widerstreben,
Da seine kleine Macht hier nichts kann nütze».Willst, Vater, du nicht rettend dich erheben,Werd' ich ihn nimmer und das 'Reich besitzen:Nicht wird der Wittwe düster einsam TrauernDen Stur; des Reichs, des Gatten überdauern
8 '