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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
57
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Zweiter gelang.

48 .

Du wirst das Land seh'n, das ihm Wasser wehrte,Und das ihm günstigen Hafen nun soll bieten;

Dort ruh'n die Schiffe, welche Roth beschwerte,Durch's weite Meer vom Abendland geschieden.

Das ganze Küstenland, das feindlich kehrteDem Helden sich voll Trug, schließt angstvoll FriedenUnd zahlt Tribut, da es zuletzt gefunden,

Daß mit den Helden Götter sich verbunden.

49 .

Und seh'n wirst du, wie sich das Meer, das rothe,

Zn Gelb verwandelt hat vor Schreck und Zagen;

Das mächtige Reich von Ormns, das einst drohte,Erobert wird es zwei Mal und zerschlagen.

Den wilden Mauren siehst du dort, dem TodeVerfallen durch der eignen Pfeile Tragen;

Und wer den Sinn auf Widerstand noch richtet,Erkennt, daß er sich selber nur vernichtet.

50 .

Das unbezwungne Diu wirst du findenErobert durch den Stürmermuth der Deinen,

Als herrlich muß so hohe That man künden,

Wenn Tapferkeit und Sieg wie hier sich einen.

Selbst Mavors kann nicht stillen Neid verwindenOb Lusus' Söhnen, wie sie hier erscheinen.

Vom Mauren hört man, wie mit lauter StimmeEr lästert Mahmud's Macht im wilden Grimme.