Zweiter Gesang.
3 ".
„O groß Ereigniß, ninnnermehr geahnct!
O hohes Wunder, lichtklar mir erschienen!
O schändlich Trügen, das mich schmerzlich malmet,Wie sehr mich täuschten dieser Schurken Mienen!Wer hätte klugen Ausweg hier gebahnet,
Wer mochte, hier zu siegen, sich erkühnen,
Wenn nicht von Oben Göttcrmäcl'te schützten,
Wo schwache Menschenkräfte nicht mehr nutzten «
31 .
„Der Gottheit Vorsicht will uns gütig zeigen,
Daß diesen Häfen nimmermehr zu trauen;
Wir sah'n den Außensehcin als Trug entweichen,'Aus den wir doch so ernstlich mochten bauen.
Nicht menschlich Wissen und Verstand erreichenDie Höh', von der solch Unheil zu durchschauen.
O du, des Himmels Schutzmacht, hast in GnadenBewahrt, die ohne dich zum Tod verrathen!
32 .
„O macht' auch ferner noch Erbarmen rühre»
Dich, hohe Macht, des armen Schiffsvolks wegen,Das einzig deine Güte konnte führenAus dem Verderben, dem es sonst erlegenDurch jener Heiden Haß; laß nicht verlierenDen rechten Pfad uns; bring' mit deinem SegenZum wahren Hasen uns, zu jenem Sande,
Wohin man uns zu deinem Ruhme sandte!"