Die Lujladcn.
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9 .
Man eilt, sic vor den König nun zu führenMit den Geschenken, die für ihn sie brachten;Drauf streifen durch die Stadt sie, auszuspüren,Woran sie laut Befehl zunächst gedachten;
Doch wenig nur ihr Auge kann berühren,
Da klug die Mauren sie zu täuschen trachtenUnd keine Auskunft, wie sie wünschen, geben,
Weil stets mit Furcht erfüllt der Bosheit Streben.
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Doch Jener, der in ewiger Jugend lebet,
Der einst von zweien Müttern ward geboren.Und der bis jetzt mit listiger Falschheit strebet,Das kühne Häuflein, dem er Tod geschworen,Ganz zu verderben — alsbald sich erhebetIn einem Haus der Stadt mit offnen Thoren,
In Kleid und Mienen als ein Christ sich zeigend,Vor einem Prächtigen Hochaltar sich neigend.
1l.
Hier war mit nachgcahmten hehren ZügenDas Bild des heiligen Geistes zu erschauen:
Als weiße Taub' im Sonnenglanze fliegenSah man ihn über'm Haupte der Jungfrauen,Der reinsten, heiligsten: zum Kranze fügenSich der Apostel Zwölfe, fast mit GrauenErfüllt, da plötzlich aus des Geistes FlammeSie Sprachen reden jetzt von fremdem Stamme.