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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
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Die Luliaden.

3 .

Laßt ab, die Mecresfahrten zu besingenVon Troja's Helden und vom weisen Griechen;Verstummt vom Ruhm, den's glückte zu erringenTrajan's und Alexanders blutigen Siegen:

Laut soll mein Lied dem tapfer» Muth erklingenVon Susus' Volk, dem Mars, Neptun sich fügen:Der Vorzeit Musenklänge mögen schweigen,

Denn edler wird ein Heldenthum sich zeigen.

4 .

Und ihr, Tagiden, die mir einst verliehenAls Gabe neue, heiße Dichtergluthen:

Ost wohl sang ich in eitlerem BemühenVon eures heitern Stromes goldnen Fluthen;

O laßt auch jetzt mir eure Gunst erblühen,

Gebt kühner» Ausdruck mir und Mast zum Guten!Dann gönnt Apoll, daß euer Strom, der schöne,Nicht mehr zu neiden braucht die Hippokrene.

5 .

Schenkt eine Stimme mir, gewaltig tönend,

Nicht wie Schalmei und sanfte Hirtenflöte,

Nein , mächtig, kriegsdrometengleich erdröhnend,Die lelbst der Windsbraut Stürmen überböte.

Gebt solchen Sang mir, der das Volk verschönendlind würdig feiert, weil es Mars erhöhte:

Was man auch rühmend künden mag auf Erden,Ihm kan» der höchste Preis im Lied nur werden!