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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
LXVIII
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I.XVIII

Luis de Lamöes.

10. Strophe.

lCamöes auch, durch deine Kraft begeistert.

Lenkt kühn zum Gipfel des Parnap die Schwingen,Und die delphischen Lorbeer»

Neigen, erhebt er den Slug,

Homer, dem neuen, ihre stolzen Wipfel,Erschließend einen Pfad dem hohen Sänger.

11 .

Kalliope die Hand ihm reicht, und leitetZu den gelehrten Grotten ihn lzum SchutzortDer hohen Geister); hier schollDer Mas hoher SangEinst zu Apollo's wundervollem Epos:

Mit goldnem Griffel schrieb's Homeros nieder.

12 .

Und dorthin stieg Camoes; und es tränkteDie Muse hier so Mund als Wort des ewigHerrlichen Jüngers am QuellHehrer Dichtkunst; die Schwestern,

Zu denen er gefleht, der Schönheit Grazien,Gar reich res Dichters Ensen hier beschenken.

13 .

Sieh, der ausonische Cyon naht dem Kreise,

Dem weisen prächtig mit dem Strahlenblicke,Dem Zeichen der Göttlichen;

Und also gewinnt lieb erDer heitern Tagus-Musen holden Günstling,

Daß er ihn wählt zum Jünger, zum Vertrauten.

14 .

Und der Gedanken tief verborgne Schachte,Des Erzes reiche Stufen läßt er schimmern,Daß sie Camoes hebe;

Und gießet in seinen GeistDas epische Arcan in klaren Fluthen,

Die wogend trugen neue Argonauten.