Luis de lLamSes.
Wollst drum gnädig mir dich zeigen(Den au's Ruder er gebunden!:
Laß noch eh' dein Schiff entschwundenttvob vom Bord an's Land mich ,te,gen.>
Der Gouverneur konnte. nach Empfang dieses Gedichtes,nicht umhin, Camöes in Freiheit sehen zu lassen: der Dichterkehrte zum Dienste der Waffen zurück, ohne deßhalb den derMusen zu vernachlässigen ; vielmehr verfertigte er in die,er Zeitverschiedene seiner Gedichte und beendigte auch „Os I^usimlss",in der Absicht, dieses unsterbliche Heldengedicht seinem jungenMonarchen zu widmen. zu welchem Ende er sich entschloß. nachLissabon zurückzukehren.
Der Ausführung seines Vorsatzes trat jedoch Francisco Bar-reto hindernd entgegen. welcher in der Stellung eines Truppen-commandanten nach Sosala ging; er drang in den Dichter, ihmGesellschaft zu leisten und bot ihm 200 Crusaden behufs derAusrüstung der Reise an. Camöes sagt- zu. weil er glaubte, aufdiese Weis- leichter eine Ueberfahrt nach dem Königreiche (Portu-gal) bewerkstelligen und eine passende Gelegenheit zur Einschiffungfinden zu können.
In dieser Hinsicht entsprach der Erfolg seiner Erwartung,denn er war kaum einige Wochen in Sosala. als in dessen Hasendas Schiff Santa Fe auf der Reise nach Lissabon einlief.Hector da Silveira. Duarte de Abreu und andere Ritter. allevertraute Freunde des Dichters, befanden sich auf diesem Schiffe.Natürlich luden sie ihn ein. von der passenden Gelegenheit derersehnten Ueberfahrt Gebrauch zu machen. Er kündigte diesenEntschluß dem Pedro Barreto an. und dieser verlangte. um ihnzurückzuhalten. die Erstattung der zweihundert Crusaden. Diesewaren aber bereits verwendet, und so erschien die Abreise in Fragegestellt. Nicht sobald hörten die Ritter davon. als sie cinmüthigdie Summe zusammenschoffen und den Gläubiger befriedigten.Zu diesem Freundeskreise gesellte sich auch noch der berühmte por-tugiesische Geschichtschreiber Diogo de Couto, welcher bei dieserGelegenheit mit Camöes Freundschaft schloß. Als ihm Letztererseine „I^usiaeias" gezeigt und schließlich aufgefordert hatte. dies