Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
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Tantal.

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homogenen, grauen Masse zusammengeschmolzen werden.Beim Zusetzen von Wasser wird das Blutlaugensalz aufge-löst, und das Tellur bleibt als ein graues Pulver zurück.

Selentellur erhält man, wenn Selen und Tellurzusammengeschmolzen werden. Es entsteht dabei keineFeuererscheinung. Die Verbindung schmilzt leicht, istmetallglänzend und flüchtig, so dafs sie überdestillirt wer-den kann. In der Luft erhitzt, wird sie oxydirt und bil-det helle, durchsichtige Tropfen, welche selensaures Tel-luroxyd zu sein scheinen.

8. Tantal. (Tantalum.)

Dieses Metall wurde im Jahr 1802 von Ekebergentdeckt. Er fand es in zwei vorher unbekannten Mine-ralien, das eine aus Finland, welches er Tantalit nannte,und das andere von Ytterby in Roslagen, welchem erden Namen Yttrotantal beilegte. Im Tantalit ist es alsSäure mit Eisenoxydul und Manganoxydul, und im Yttro-tantal mit Yttererde, Eisenoxyd, Uranoxyd und Wolfram-säure verbunden. Man hat nachher diese Mineralien inder Gegend um Fahlun, und den Tantalit auch in Bayernund in Amerika gefunden; aber man kann sie dessen un-geachtet zu den seltensten Mineralien zählen. Den Na-men Tantal leitete Ekeberg aus der Eigenschaft seinesOxyds, nicht von Säuren aufgelöst zu werden, her, woriner es mit der bekannten Fabel von Tantalus verglich, derbis ans Kinn im Wasser stand, ohne seinen Durst stillenzu können.

Das Jahr vorher hatte der englische Chemiker Hat-chett, in einem Minerale von Columbia in Amerika, eineneigenen metallischen Körper entdeckt, den er Columbiumnannte, und dessen Oxyd die Eigenschaft einer Säurehatte, die sowohl auf dem nassen, als auf dem trok-kenen Wege die Kohlensäure aus den Alkalien trieb,und mit dem Phosphorsalz vor dem Löthrohr ein blaues,ins Rothe fallende Glas gab; Eigenschaften, die demOxyd des Tantals nicht angehören, die aber auf Wolfram-