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Tellur.
T e 11 u r m e t a 11 e.
Das Tellur verbindet sich leicht mit anderen Metal-len, und verhält sich in diesen Verbindungen zu den Me-tallen, wie der Schwefel und das Arsenik in den Schwe-fel- und den Arsenikmetallen. Die Natur hat in den vor-hererwähnten siebenbürgischen Gruben Tellurgold, Tel-lursilber, Tellurblei und Tellureisen hervorgebracht. MitKalium verbindet es sich, nach Davy, wobei sich dieVerbindung bis zum Glühen erhitzt, so wie es geschieht,wenn Kalium oder irgend ein anderes Metall mit Schwe-fel verbunden wird. Er erhielt dieselbe Verbindung, als100 Gran Telluroxyd, 20 Gran Kali und 10 Gran Kohle,wohl gemischt, in einer gläsernen lletorte erhitzt wurden.Die Masse wurde reducirt und glühte in der Retorte, ehesie noch von aufsen diesen Grad der Hitze erreicht hatte.Es schmilzt nicht vor dem Glühen. Enthält es eine hin-reichende Quantität Tellur, so wird es gänzlich, ohnedie geringste Entwickelung von Gas, in Wasser aufgelöstund das Wasser färbt sich purpurroth. Enthält es einegeringere Quantität Tellur, so sieht es grau aus und wirdunter Entwickelung von etwas Wasserstoffgas aufgelöst.Läfst man diese Auflösung in der Luft, so überzieht sie sichin einigen Minuten mit einer dünnen Haut von metalli-schem Tellur, die sich fortdauernd vermehrt, bis dafsendlich die ganze Quantität des Tellurs ausgelällt ist.Giefst man Chlorwasserstoffsäure in die von Tellurkaliumin Wasser erhaltene Auflösung, so entwickelt sich Tellur-wasserstoffgas mit Aufbrausen. Kocht man Tellur mitconcentrirtem kaustischen Kali, so erhält man eine ähn-liche, weinrothe Flüssigkeit, die sowohl durch Verdün-nung, als durch Erkalten niedergeschlagen wird und nach-her kein Tellur mehr enthält. Es oxydirt sich dabei etwasTellur auf Kosten des Kali’s, und es bildet sich tellur-saures Kali und Tellurkalium. Wenn die Masse mit Was-ser verdünnt wird, oxydirt sich das Kalium auf Kostendes Oxyds, und das Metall wird niedergeschlagen. —Mit wasserfreiem Cyaneisenkalium kann Tellur zu einer