Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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992
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Salze von Chrom.

Vorlage, mit rauchender Schwefelsäure. Bei gelindem Er-wärmen erfüllt sich der ganze Apparat mit einem rothenGase, das sich condensirt und leicht und in Menge über-destillirt. Das Superchlorid ist eine blutrothe Flüssigkeit,die bei auffallendem Lichte schwarz erscheint. Es rauchtstark an der Luft, ist sehr flüchtig, und sein Dampf hatdie Farbe der salpetrichten Säure. Im Wasser sinkt esunter, bleibt einige Augenblicke lang unvermischt unterdemselben liegen, worauf es sich aber bald, unter star-ker Erhitzung, auflöst, indem es zu kochen anfängt unddicke Blasen von chlorwasserstoffsaurem Gas aufsteigen,die vom Wasser mit knisterndem Geräusch verschlucktwerden, während sich zugleich das Wasser von gebilde-ter Chromsäure gelb färbt. Wird die erhaltene Auflösungabgedampft, so entweichen saure, röthlichgelbe Dämpfe,und es bleibt zuletzt eine durchaus nicht krystallinische,braunschwarze, glänzende Masse zurück, die sich im Was-ser mit Chlorentwickelung auflöst und Chromchlorür undChromsäure enthält.

Jodchrom ist unbekannt.

Eluorchrom. aJ Chromfluorür bildet sich beidem Auflösen von Chromoxydul in Fluorwasserstoffsäure.Nach dem Abdampfen erhält man eine grüne, krystallini-sche Salzmasse, die sich wieder ohne Rückstand im Was-ser auflöst.

Kalium-, Natrium- und Ammonium - Chrom-fluorür sind grüne, pulverförmige, sehr schwer auflös-liche Doppelsalze.

b) Chrom fl uorid entsteht durch Auflösung deswohlausgewaschenen Chromoxyds in Fluorwasserstoffsäure.Die Auflösung ist roth und trocknet zu einem blafs ro-senrothen Salze ein, das wieder unverändert vom Wasseraufgelöst und von Ammoniak mit brauner Farbe gefälltwird.

c) Chromsuperfluorid erhält man, wenn ein was-serfreies chromsaures Salz mit Flufsspath und Schwefel-säure (am besten rauchender) vermischt und dieses Ge-mische bei sehr gelinder Wärme in einem Gefälse von