Haloidsalzc.
991
aber erhält man es, wenn ein völlig trocknes Gemengevon Chromoxydul und Koklenpulver in einem Strome vonChlorgas geglüht wird *). Es erhebt sich allmählich ein
sehr fein krvstallinisches Sublimat von einer sehr schönen
«/
pfirsichblütrotben Farbe. In dünnen Lagen ist es mit der-selben Farbe durchsichtig, in dickeren undurchsichtig. Esläfst sich talkartig auf die Haut ausstreichen. Von Was-ser wird es äufserst langsam aufgelöst, die Auflösung istsmaragdgrün, vollkommen wie die, welche durch Auflö-sung des Oxydulhydrats in Chlorwasserstoffsäure erhaltenwird. Schnell in der Wärme eingetrocknet, entweichtSäure mit Wasser; aber durch vorsichtiges Eintrocknenerhält man ein grünes oder fast schwarzes Pulver, dasnach dem Austreiben des Wassers dunkelroth wird undsich in der Glühhitze unverändert sublimiren läfst, wennman den Zutritt der Luft vermeidet.
b) Chromchlorid entsteht durch Auflösung desbraunen Chromoxyds in Chlorwasserstoffsäure. Die Auflö-sung ist roth und kann unverändert aufbewahrt werden;aber sowohl bei dem Kochen als bei dem freiwilligenVerdampfen zersetzt sie sich, es entwickelt sich Chlor,und Chlorür bleibt zurück.
c) Chromsuperchlorid ist ein flüssiger Körper.Um es darzustellen, schmilzt man verknistertes Kochsalzund zweifach chromsaures Kali zusammen, zerschlägt dieerstarrte Masse dann nur in gröfsere Stücke und über-gierst diese, in einer Retorte mit langem Halse und mit
f ) Diese Methode, verschiedene Chlorverbindungen, durch Glüheneines Gemenges vom Oxyde mit Kohlenpulver in Chlorgas, dar-zustellen, ist kürzlich von O e r s t e d entdeckt worden. Auf dieseWeise kann man, aufser dem Chromchlorür, Chlorkiesel, Chlor-bor, Chloraluminium, Chlortitan, Chlortantal erhalten. DieseChlorverbindungen entstehen auf diese Art so leicht, dafs es hin-»reicht, das Gemenge vom Oxyde mit Kohlenpulver in einer Glas«kugel über der argandischen Spirituslampe mit Chlor zu behan-deln, also bei einer Hitze, wobei das Glas erst ervveicht. NurChlorkiesel bedarf zu seiner Bildung einer stärkeren Hitze, ineiner Porzellanröhre. Das C h 1 o ral umi ni u m ist fest, aberweich und krystallinisch, schmelzbar, sehr flüchtig, und erhitztsich mit Wasser äufserst stark. jy.