Sauerstoffsalze.
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Phospborsaures Antimonoxyd wird erhalten,wenn man das Oxyd mit Phosphorsäure digerirt. Dieerhaltene Auflösung kann, nach Wenzel, nicht zum Kry-stallisiren gebracht werden, und giebt abgedampft eineschwärzlicbgrüne, zerfliefsende Masse, die, bis zur Trockneabgedampft, zu Glas geschmolzen werden kann. Manhat ein pharmaceutisches Präparat, welches Pulvis anbimo-nialis oder, nach seinem Erfinder, dem englischen ArztJames, Pulvis Jacobi genannt wird, als ein phosphor-saures Antimonoxyd angesehen. Man erhält es nach sei-ner Angabe, wenn man gleiche Theile geraspeltes Hirsch-horn und Schwefelantimon zusammen glüht, bis die Mi-schung eine weifse Farbe annimmt. Dieses Pulver istwohl eigentlich nichts anders, als ein Gemenge von anti-monichter Säure mit phosphorsaurer Kalkerde, worin jedocheine kleine Portion antimonichtsaure Kalkerde sich befin-det, die mit Wasser ausgezogen werden kann, und diediesem einen schwachen metallischen Geschmack mittheilt.Bei der Untersuchung eines solchen von Dr. James Er-ben verkauften Pulvers, fand ich, dafs es beinahe 2. anti-monichte Säure, ~ phosphorsaure Kalkerde, welche ohneAufbrausen von Säuren aufgelöst ward, und kaum 1 Pro-cent im Wasser auflösliche antimonichtsaure Kalkerde ent-hielt. Die Zusammensetzung dieses Pulvers fällt sonst inden Officinen höchst verschieden aus. Chenevix fanddarin 44 Procent antimonicbte Säure, und Pearson 57.Jetzt schreibt man zu seiner Bereitung gleiche Theile Kno-chenasche und Schwefelantimon vor, die zusammen weifsgebrannt werden. Es ist klar, dafs nur nach James Vor-schrift die vorher angeführte Proportion unter den Bestand-theilen erhalten werden kann.
Kohlensäure hat man mit diesem Oxyd nicht ver-binden können.
Oxalsaures Antimonoxyd erhält man, entwederwenn das Oxyd mit der Säure digerirt, oder wenn dieletztere in eine Auflösung von essigsaurem Antimonoxydgetröpfelt wird. Es löst sich nur schwierig auf und wirdals ein krystallinisches Pulver niedergeschlagen.
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