Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
885
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Schwefelsalze.

S85

Säure in kleinen Antheilen zusetzt, jedoch so, dafs keinUeberschufs davon hinzukommt. Die Verbindung ist weifs,unauflöslich im Wasser und in Säuren, selbst kochendeChlorwasserstoffsäure wirkt wenig darauf. Sie ist sehrbrennbar. Kaustisches Alkali scheidet daraus wieder Oxy-dulhydrat ab.

b) Kupfersulphocyanid ist mit grüner Farbe imWasser auflöslich. Es wird von einer grofsen Mengedesoxydirender Materien zersetzt, welche das Sulphocya-nür ausfällen, während sich dabei freie Schwefelcyanwas-serstoffsäure in der Flüssigkeit bildet, z. B. von Kupfer-,Eisen- und Zinn-Oxydulsalzen, von schweflichter Säureund ihren Salzen.

C. S c h w e felsalze von Kupfer.

Es ist keinem Zweifel unterworfen, dafs das Kupferzwei Schwefelbasen habe, aber die niedrigere davon, dasdem Oxydul proportionale Schwefelkupfer, ist bis jetztnoch nicht untersucht worden, und die Salze, welche wirkennen, gehören folglich der höheren, dem Kupferschwe-fel, an, welcher mit dem Oxyd proportional ist. DieSalze davon haben eine dunkelbraune Farbe, werden beidem Trocknen schwarz, und sind meist im Wasser voll-kommen unauflöslich.

Kohlenschwefliger Kupferschwefel bildet einentief dunkelbraunen, fast schwarzen Niederschlag, der mittief dunkelbrauner Farbe in einem Ueberschufs des Fäl-lungsmittels auflöslich ist. Getrocknet ist er schwarz. Inder Destillation giebt er zuerst Schwefelkohlenstoff, dannSchwefel und hinterläfst Schwefelkupfer.

Wasserstoff cyanschwefliger Kupferschwefelfällt als ein dunkelgelbes Pulver nieder, welches sich ziem-lich gut erhält. Wird es mit -{-50° warmen Wasser über-gossen, so wird es zersetzt, die Base wird frei, und Schwe-felcyanwasserstoffsäure löst sich im Wasser auf.

Arsenikschwefliger Kupferschwefel giebt einenII. 57

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