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Salze von Kupfer.
Kupferoxydul erhalte, das bisweilen die Kugel der Retortemit einer leichten, wollenartigen Krystallisation ausfüllt.Ich setzte dieses der feuchten Luft aus, um dadurch Baseund Säure auf die Art wie im Grfinspahn verbunden zuerhalten, aber es veränderte sich nicht. — Ich schichteteferner reine Kupferplatten, die mit einem Teige aus neu-tralem essigsauren Kupferoxyde und Wasser belegt waren,auf einander, und ließ sie so zwei Monate lang in einerLuft stehen, die zuweilen gewechselt, aber stets bis zumMaximum feucht erhalten wurde. Nach Verlauf dieser Zeitwaren die Platten mit einer Kruste kleiner, seidenglän-zender, blauer Krystalle von Grünspahn bedeckt. Es wirdhierdurch die Idee von einer Epigenie völlig widerlegt.
Der Grünspahn enthält oft verschiedene mechanischeEinmengungen von den Trauben, deren Schalen und Kerne,Er kommt, wie schon angeführt worden, im Handel vonzweierlei Aussehn vor, entweder ist er hellblau, er be-steht dann aus einer Menge feiner Krystallschuppen undgiebt ein schönes hellblaues Pulver, oder er ist grünlichund sieht dann nicht so krystallinisch aus. Der blaueGrünspahn ist so zusammengesetzt, dafs die Säure darinli Mal, und das Krystallwasser 4 Mal so viel Sauerstoffenthält, als das Kupferoxyd, d. h. 43,34 Th. Kupferoxyd,27,45 Th. Essigsäure und 29,21 Th. Wasser. Umstände,die ich an ihrer Stelle anführen werde, scheinen zu be-weisen, dafs ein Salz, worin der Sauerstoff der Säure1 i Mal der der Base ist, keine so einfache Verbindungist, als sie im ersten Augenblick erscheint, und es ist mög-lich, dafs der Grünspahn eigentlich angesehen werdenmüsse, als eine Verbindung von neutralem essigsaurenKupferoxyd mit Kupferoxydhydrat und Krystallwasser; indiesem Falle ist die Hälfte des Kupferoxyds als Hy-drat im Grünspahn enthalten. Mit dieser Ansicht stimmtauch die grofse Leichtigkeit überein, mit welcher derGrünspahn zersetzt wird. Wird er bis zu -j-60° erhitzt,so verändert er seine Farbe, verliert Wasser und hinter-läfst 76,5 Procent einer grünen Masse, die ein Gemengevon neutralem und Drittel essigsaurem Salze ist, beide mit