Oxydulsalze. 837
an der Stelle aufgelöst, wo die Oberfläche von der Luftgetroffen wird.
Weinsaures Zinnoxydul ist schwer auflöslicb.Weinsäure löst das Zinn leicht auf, und wenn sie sichihrer Sättigung nähert, wird das Salz in kleinen, nadel-förmigen Krystallen niedergeschlagen.
Weinsaures Zinnoxydul-Kali. Cremor tartarilöst Zinn auf, und verbindet sich mit dessen Oxydul zumleicht auflöslichen Doppelsalze, welches schwer zum Kry-stallisiren zu bringen ist, und welches, so wie ein grofserTheil von den Doppelsalzen der Weinsäure, weder vonkaustischem, noch von kohlensaurem Alkali niedergeschla-gen wird. Ein Zusatz von Weinstein zu dem Chlorzinnmacht es anwendbarer zum Färben, vermuthlich durchBildung von weinsaurem Zinnsalz, wodurch man derFällung des Zinnoxyds von blofsem Alkali zuvorkommt,wenn man sich alkalischer Beitzmittel bedient.
Apfelsaures Zinnoxydul ist ein leicht auflösli-ches, nicht krystallisirendes Doppelsalz, das nach demEintrocknen wieder zerflieist.
Benzoesaures Zinnoxydul ist schwer auflöslichund wird niedergeschlagen, wenn ein benzoesaures Salzin Zinnchloriir eingetröpfelt wird.
Galläpfelsaures Zinnoxydul existirt, nachScheele, nicht.
Ameisensaures Zinnoxydul giebt nach dem Ab-dampfen eine Gallerte. Während der Abdunstung wirdZinnoxyd niedergeschlagen, und aus der Gallerte schlägtAlkohol noch mehr Oxyd nieder.
Bernsteinsaures Zinnoxydul erhält man sowohlwenn metallisches Zinn, als auch das Oxydul in Bernstein-säure aufgelöst wird. Es ist auflöslich und krystallisirt indünnen, breiten, durchsichtigen Tafeln.
Die Metallsäuren werden vom Zinnoxydul zersetzt,und es entstehen Zinnoxydsalze auf Kosten eines Theilesder Säure.