Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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801
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Sauerstoffsalze.

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Benzoesaures Zinkoxyd bildet verwitternde Na-deln, ist im Wasser und Alkohol auflöslich und verliertbei dem Destilliren seine Säure.

Bernsteinsaures Zinkoxyd ist auflöslich undschiefst in langen, feinen Krystallblättern an.

Ameisensaures Zinkoxyd ist weniger leicht auf-löslich als das essigsaure, und krystallisirt in regelmäfsi-gen, bisweilen cubischen Kryslallen, welche in Alkoholunauflöslich sind.

Knallsaures Zinkoxyd wird erhalten durch Ko-chen von knallsaurem Silberoxyd oder Quecksilberoxydulmit Zink und Wasser. Es bildet sich eine gelbe Auflö-sung, die bei dem Abdampfen das Salz in Gestalt einesgelben Pulvers fallen läfst. Es explodirt bei dem Erhitzen,aber weit schwächer, als das Quecksilbersalz.

Selensaures Zinkoxyd ist ein im Wasser unauf-lösliches, weifses Krystallmehl. Erhitzt giebt es erst seinKrystallwasser ab, und schmilzt darauf zur durchsichtigenFlüssigkeit, die nach dem Abkühlen weifs und im Bruchkrystallinisch wird. Erhitzt man die geschmolzene Massebis zu starkem Glühen, so sublimirt sich ein Tbeil derSäure, die Masse gesteht, und wird dann nicht weiterverändert; es ist jetzt basisches selensaures Zinkoxyd.Wird das neutrale Salz in überschüssiger Selensäure auf-gelöst, so erhält man ein auflösliches saures Salz, wel-ches nach dem Abdampfen zu einer geborstenen, gummi-ähnlichen Masse eintrocknet.

Arseniksaures Zinkoxyd ist ein weifses, unauf-lösliches Pulver, welches von der Arseniksäure aufgelöstwird, und dann in cubischen Krystallen als saures Salzanschiefst. Man erhält dieses Salz auch, wenn Zink mitflüssiger Arseniksäure digerirt wird. Es entwickelt sichdabei Arsenik wasserstoffgas, und es schlägt sich ein brau-nes Pulver nieder, welches aus Arsenik, mit einer gerin-geren Menge Wasserstoffs verbunden, besteht. WerdenZink und Arseniksäure zusammengeschmolzen, so wird dasZink in der Glühhitze mit Verpuffen oxydirt, und eingrofser Theil der Säure wird reducirt.