Sauerstoffsalze.
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ziehend ist. Sie sind farblos, sind in einer hinreichendenMenge kaustischen Ammoniaks ohne Rückstand auflöslich,werden von kohlensauren Alkalien unter Entwickelungvon kohlensaurem Gas, und von wasserstoffschwefligen Sal-zen unter Entwickelung von Schwefelwasserstoffgas geballt,und in beiden Fällen ist der Niederschlag weifs. Von Gall-äpfelinfusion werden sie nicht getrübt.
Schwefelsaures Zinkoxyd kommt sehr häufig imGrubenwasser gewisser Bergwerke aufgelöst vor, z. B. zuFablun, wo es mit schwefelsaurer Talkerde, schwefelsauremKupferoxyd und schwefelsaurem Eisenoxydul gemischt ist.In Gofslar wird dasselbe aus zinkhaltigen Silbererzen, durchRöstung derselben und Auslaugen der noch warmen Massemit Wasser, fabrikmäfsig bereitet. Die Auflösung wird zurKrystallisation abgedampft, die erhaltenen Krystalle in ihremKrystallvvasser geschmolzen und in Zuckerformen zum Ge-stehen ausgegossen. Das auf diese Art bereitete Salz kommtunter den Namen Kupferrauch, Gallitzenstein, wei-fser Vitriol und Zinkvitriol im Handel vor. Manhat vorgeschlagen, es durch Kochen mit metallischem Zinkzu reinigen, welches wohl den Kupfergehalt, aber wederEisenoxydul, noch Talkerde abscheidet, welche die bedeu-tendste Verunreinigung des Salzes ausmachen. Man er-hält es nur dann rein, wenn Zink in Schwefelsäure auf-gelöst wird und das Salz krystallisirt. Schwefelsaures Zink-oxyd bildet farblose, durchsichtige, prismatische Krystalle,denen der schwefelsauren Talkerde ganz ähnlich, hat einenglasigen Bruch und fatiscirt in trockner Luft an der Ober-fläche. Bei gewöhnlicher Temperatur der Luft bedarf est^iMal seines Gewichts Wassers zur Auflösung. Bei einerhöheren Temperatur schmilzt es in seinem Krystallwasser,welches allmählich entweicht, und in der Glühhitze ver-liert es einen Theil seiner Säure. Bei lange fortgesetztemGlühen kann es ganz zerlegt werden. Das Salz enthält43,92 Procent Wasser, dessen Sauerstoff 7 Mal so grofsals der der Base ist. Drittel schwefelsaures Zink-oxyd erhält man, wenn eine Auflösung des neutralen Sal-zes mit kaustischem Alkali so gemischt wird, dafs sich