HaloYdsalze.
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b) Manganfluorid (flufssaures Manganoxyd) er-hält man durch Auflösung von geschlämmtem, natürlichvorkommendem Manganoxyd hydrat in Fluorwasserstoff-säure. Die Auflösung ist tief dunkelroth, und setzt beidem freiwilligen Verdampfen, dunkelbraune, prismatischeKrystalle ab, die, wenn sie klein sind, durchsichtig undrubinroth sind. Das Pulver des Salzes ist rosenrotb. Eslöst sich in einer sehr geringen Menge Wassers ohne Zer-setzung auf, aber durch Verdünnung, so wie durch Ko-chen wird es zersetzt, wobei sich ein dunkelbraunes, ba-sisches Salz, d. i. eine Verbindung von Oxyd mit Fluorid,niederschlägt, und die Flüssigkeit einen Ueberschufs vonSäure bekommt. War die Flüssigkeit vor dem Aufkochensauer, so wird bei dem Erkalten ein Theil des durch Ko-chen Niedergeschlagenen von Neuem wieder aufgelöst.Ammoniak fällt aus der Auflösung Manganoxydhydrat,frei von allem eingemengten Fluorid.
Kieselfluormangan ist im Wasser leicht auflös-lich und schiefst nach starker Concentration in langen,schmalen, regulären, sechsseitigen Prismen an. Bei lang-samer Abdampfung bildet es kürzere Prismen oder rhom-boedrische Krystalle. Das Salz hat einen schwachen Stichin’s Rothe. Bei der Destillation giebt es zuerst Wasser,dessen Sauerstoff 7 Mal so viel beträgt, als der ist, wel-chen das Mangan, um Oxydul zu werden, aufnehmenwürde, hierauf Fluorkieselgas, und es bleibt ManganHuo-rür zurück, das die Gestalt der Krystalle behält.
Cyanmangan (blausaures Manganoxydul) wird durchFällung eines Mangansalzes mittelst Cyankalium erhalten.Der Niederschlag ist graugelb, im Wasser unauflöslich,auflöslich in einem Ueberschufs des Eallungsmittels, unddurch Säuren mit Entwickelung von Cyanwasserstoffsäurezersetzbar.
Cyanmanganka lium bekommt man, nach L. Gme-lin, wenn ein Manganoxydulsalz mit Cyankalium gefällt,und das so entstandene Cyanmangan in Cyankalium auf-gelöst wird. Die Auflösung ist röthlich und giebt nachdem Abdampfen rothbraune, nadelförmige Krystalle. Die-