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Salze von Mangan.
Oxydsalze.
Die Oxydsalze sind wenig untersucht, weil sie sichso leicht in entweichendes Sauerstoffgas und in Oxydul-salz zersetzen. Ihre Farbe ist dunkel violett, in’s Rotheziehend, und bisweilen schwarz, in’s Gelbe oder Rotheziehend. Brennbare Körper mit diesen Salzen digerirt,verwandeln sie leicht in Oxydulsalze.
Schwefelsaures Manganoxyd erhält man, wennschwarzes Manganoxyd zum feinsten Pulver gerieben, mitconcentrirter- Schwefelsäure übergossen und in der Kältedigerirt wird. Man bekommt eine violblaue Flüssigkeit,die bei der Verdünnung mit Wasser carmoisinrotb, undbei Zusatz von mehr Wasser blutroth wird. Bei gelin-dem Abdampfen wird sie nicht verändert, aber im Ko-chen verliert sich der gröfste Tbeil vom Sauerstoff desOxyds, und die Auflösung wird farblos. Alkohol redu-cirt bei gelinder Wärme das Salz zum Oxydulsalze. DasOxydsalz kann nicht neutralisirt werden, und man kannes nicht zum Krystallisiren bringen. Kaustische Alkalienschlagen es mit dunkelbrauner Farbe nieder. Digerirtman das Oxyd mit verdünnter Schwefelsäure, so bekommtman auch das Oxydsalz, aber die Säure löst dann einegeringere Quantität Oxyd auf. Kocht man das Superoxydmit Schwefelsäure, so löst es sich unter starker Entwicke-lung von Sauerstoffgas auf und man bekommt eine blafs-rothe Auflösung, die Oxyd und Oxydul enthält.
Schwefelsaures Manganoxyd - Kali (Mangan-Alaun) wird, nach Mitscherlich, erhalten, wenn eineAuflösung des vorhergehenden Salzes mit einer gesättigtenAuflösung von schwefelsaurem Kali vermischt, und bei ge-linder Wärme zur dünnen Syrups-Consistenz abgedampftwird. Bei dem langsamen Erkalten schiefsen octaedrischeKrystalle eines dunkel-violetten Doppelsalzes an, das inder Zusammensetzung auf die Art mit Alaun analog ist,dafs wenn das Mangan mit der Quantität Aluminium ver-tauscht wird, die mit dem Sauerstoff des Oxyds zur Bil-dung von Thonerde erforderlich ist, Alaun entsteht. Bei