Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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715
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Sauerstoffsalze.

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dem kohlensauren Kalk, während des Trocknens ein Kry-stallmehl giebt. Es schmilzt leicht, ohne zersetzt zu wer-den, wenn es von der Luft nicht getroffen wird, da sonstdas Oxydul sich mit mehr Sauerstoff verbindet und dieSäure verfliegt. Dieses Salz hat die Eigenschaft, dafs dasGlas, worin es geschmolzen wird, sich mit einer MengeBlasen anfüllt, von welchen einige nach aufsen, einigenach innen zerplatzen, und dieses bei einer Temperatur,wobei das übrige Glas noch nicht flüssig ist, und ohne dafses vom Mangansalze gefärbt wird, b) Das zweifachselensaure Salz läfst sich im Wasser leicht auflösen,und trocknet durch Abdampfen zu einer Salzmasse ein.

Arseniksaures Manganoxydul ist weifs und un-auflöslich. In überschüssiger Säure wird es aufgelöst; aberwenn man die saure Flüssigkeit mit kohlensaurem Man-ganoxydul in kleinen Mengen versetzt, bis sie neutral ge-worden ist, so schlägt sich, nach Scheele, das arsenik-saure Oxydulsalz als kleine, körnige Krystalle nieder, dieim Glühen nicht verändert werden.

Chromsaures Manganoxydul ist leicht auflöslicb.Die Auflösung hat eine dunkle, kastanienbraune Farbe,und einen scharfen, nachher metallischen Geschmack. Esläfst sich nicht krystallisiren. Unter fortgesetztem Abdam-pfen wird es allmählich zersetzt, setzt Oxyd ab, und esbleibt ein saures Salz zurück.

Molybdänsaures Manganoxydul fällt als einweifses, im Wasser etwas auflösliches Pulver nieder.

Wolframsaures Manganoxydul ist ein unauf-lösliches, weifses Pulver.

Antimonsaures Manganoxydul ist im Wasserschwer auflöslich. Wenn es durch doppelte Zersetzung be-reitet wird, löst sich der zuerst gebildete Niederschlagauf. Es ist schneeweifs und in der Luft unveränderlich.Im Glühen wird es grau, aber in höherer Hitze weifs, ohnezu verglimmen. Es ist jedoch dabei in Säuren, die jetztdas Oxydul nicht daraus ziehen, unauflöslich geworden.

Tellursaures Manganoxydul ist weifs und un-auflöslich.