Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
679
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Sauerstoffsalze. 679

Schleimsaure Thonerde ist im Wasser nichtlöslich.

Bernsteinsaure Thonerde ist im Wasser weniglöslich. Mit einem Ueberschufs an Säure läfst sie sichkryslallisiren.

Ameisensäure Thonerde ist zerfließend undgummiartig.

Honigsteinsaure Thonerde kommt als seltenesMineral zu Artern in Thüringen in gelben, durchsichti-gen Octaedern krystallisirt vor und wird Honigsteingenannt. Sie enthält 44 Procent Krystallwasser, dessenSauerstoff 6 Mal der der Thonerde ist. Sie ist im Was-ser unauflöslich, wird aber durch Kochen damit theil-weise in ein basisches und ein saures, sich auflösendesSalz zersetzt.

Selensaure Thonerde, aJ Das neutrale Salzist unauflöslich. Man erhält es, wenn Chloraluminium,das durch Abdampfung alle überschüssige Säure verlorenhat, im Wasser aufgelöst und mit selensaurem Ammoniakgefällt wird. Eine Auflösung von Alaun wird nicht durchSelensäure niedergeschlagen, sondern dazu ist ein neutra-les selensaures Alkali nöthig. Der Niederschlag ist einweifses Pulver. Dieser Niederschlag giebt durch Glühenzuerst Wasser und nachher die Säure, b) Zweifach

selensaure Thonerde wird erhalten, wenn das Vor-hergehende oder das Hydrat der Thonerde in Selensäureaufgelöst und die Flüssigkeit abgedampft wird. Es trock-net zu einer gummiähnlichen, farblosen, wasserklarenMasse ein.

Arseniksaure Thonerde ist unauflöslich, löst sichaber in einem Ueberschufs von Säure zu einem nicht kry-stallisirenden, leicht auflöslichen, sauren Salze auf.

Chromsaure, molybdänsaure, wolframsaure,antimonsaure, tellursaure und tantalsaure Thon-erde, sind alle im Wasser unauflöslich.