Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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Salze von Aluminium.

Das Porzellan wird aus einer reinen, farblosen, ge-schlämmten Thonart, welche durch Verwitterung von kie-selsaurer Kali-Thonerde entstanden ist, und aus welcherdas atmosphärische Wasser das kieselsaure Kali wegge-führt hat, und aus reinem, ebenfalls geschlämmtem Quarzbereitet. Die Masse wird dann mit Wasser eingerührtund längere Zeit sich selbst überlassen. Man sucht siegern mehrere Jahre lang so aufzubewahren, weil währenddessen die Einwirkung des Wassers wahrscheinlich denZusammenhang zwischen den kleinsten Theilchen vermin-dert und dadurch bewirkt, dafs sie sich feiner zertheilenund vollkommener mengen. Hierauf wird die Masse ge-formt und gelinde gebrannt, welches man Verglühennennt. Sie bekommt dadurch Festigkeit und Zusammen-hang. Das verglühte Porzellan wird dann auf die Weiseglasirt, dafs man es mit einer fein gemahlenen Masse vonFeldspath (der früherhin zuweilen mit etwas Gyps ge-mengt wurde, jetzt aber an den meisten Orten allein dazubenutzt wird) überzieht und von neuem brennt. Durchdieses Brennen schmilzt die Glasur auf der Oberflächeund zieht sich in die poröse Masse hinein, welche sie halbverglaset, so dafs nachher bei dem Zerschlagen desselbenkeine scharfe Grenze zwischen der glasigen Oberfläche unddem Innern sichtbar ist. Dieses nennt man ächtes Por-zellan und erkennt es daran, dafs es durchscheinend ist.Es hält einen bedeutenden Temperaturwechsel aus, ohnezu zerspringen. Man pflegt es auf mannichfache Weisezu malen, was auf dieselbe Weise wie bei dem Email-malen geschieht.

Fayence oder unächtes Porzellan wird aus Pfei-fenthon und Kieselsäure gemacht. Es ist völlig undurch-sichtig und giebt eine poröse Masse, welche durch dasGlasiren ihre Dichtigkeit bekommt. Die Glasur wird ausGlas gemacht, welches aus 1 Theil feinem Sand, 2 Thei-len Bleiglätte, ^ Potasche und .1- des ganzen Massenge-wichts Zinnasche besteht. Schlägt man dieses Porzellanentzwei, so liegt die Glasur wie ein Blatt auf der Ober-fläche