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2,2 (1826)
Entstehung
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619
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Salze von Calcium.

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'VII. Salze von Calcium.

A. Sauerstoffsalze von Calcium.

Die Salze der Kalkerde haben einen bitteren, stechen-den Geschmack, ähnlich dem der Barytsalze. Die Gegen-wart der Kalkerde wird durch Oxalsäure entdeckt, welchedieselbe, selbst aus sehr verdünnten Auflösungen, nieder-schlägt. In den mehr concentrirten wird sie durch Schwe-felsäure entdeckt, welche Gyps als einen sehr voluminö-sen Niederschlag abscheidet. In Alkohol auflösliche Kalk-salze färben den Rand der Flamme roth, wie wenn einStrontianerdesalz beigemengt wäre.

Schwefelsäure Kalkerde (Gyps) kommt in derNatur häufig vor, theils krystallisirt und durchsichtig, wiedas Marienglas, theils körnig und durchscheinend, wieder Alabaster, theils in undurchsichtigen Massen u. s. w.Er findet sich meistens mit Krystallwasser, seltener ohneWasser, wo er die Namen: Anhydrit, Muriacit, er-halten hat. Der Gyps ist ein im Wasser schwerlöslichesSalz, welches man indessen doch bei langsamer Abdun-stung in kleinen, nadelförmigen Krystallen erhalten kann.Er hat wenig Geschmack, und findet sich in vielen Quell-wassern aufgelöst, die einen faden, erdartigen Geschmackdavon annehmen, wenn sich derselbe nicht hinter häufigeBeimischungen anderer Stoffe versteckt. Er ist in kaltem,und kochendheifsem Wasser beinahe gleich löslich, indem1 Th. desselben 46 t T 7 T Th. Wasser zur Auflösung erfordert.Vom Alkohol wird er nicht aufgelöst. Im Tiegel erhitzt,verliert er mit Prasseln sein Krystallwasser und zerfälltzu einem Pulver. Er enthält 20,78 Procent Wasser, des-sen Sauerstoff sich zu dem der Basis wie 2:1 verhält. Er-hitzt man ihn dabei bedeutend über die Temperatur hin-aus, die zum AusLreiben seines Krystallwassers erfordertwird, so verliert er seine Verwandtschaft zum Wasser,die man ihm dann durch keine Kunst wiedergeben kann.Er wird gewöhnlich in eigenen Oefen gebrannt, welche