Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
584
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Salze von Ammonium.

selben trägt bei -j- 22° eine Quecksilbersäule von 0,45 Me-ter Höbe, und bei -j- 36° hält es wahrscheinlich der At-mosphäre das Gleichgewicht. Es condensirt sich in wurf-lichten Krystallen und zersetzt sich in kurzer Zeit, indemes eine kohlenartige, Stickstoff haltende Masse absetzt.Dieses ereignet sich sogar in der nämlichen Atmosphäre,worin es gebildet ist. Die Stickstoffkohle, die dabei ent-steht, behält die Form der Krystalle. Dieses Salz bildetsich bei trockener Destillation der meisten Cyaneisenver-bindungen, besonders des Cyaneisenammoniums.

Schwefelcyanammonium erhält man, wennSchwefelcyanwasserstoffsäure mit Ammoniak gesättigt, oderw r enn das trockene Kalisalz mit Salmiak vermischt unddas Gemenge in einem Destillationsapparate erhitzt wird,wobei es sich sublimirt. Es ist ein in Wasser höchst leichtauflösliches, zerfliefsliches Salz, welches schwer in regel-mäfsigen Krystallen zu erhalten ist. Nach Zeise erhältman es krystallisirt, wenn eine, mit Ammoniakgas gesät-tigte Auflösung von Schwefelkohlenstoff in Alkohol, wel-che nach 72 Stunden Stehen an einem kalten Orte Kry-stalle von wasserstoffcyanschwefligem Schwefelammoniumabgesetzt hat, von diesen abgegossen und bis zu £ ihresersten Volums abdestillirt wird. Man erhält dann Kry-stalle zuerst von Schwefel und nachher von Schwefelcyan-ammonium.

C. Haloid salze von Ammoniak.

Diese Salze sind oft mit den vorhergehenden verwech-selt worden, von welchen sie sich jedoch bestimmt da-durch unterscheiden, dafs sie Ammoniak und nicht Am-monium enthalten. Diese Salze werden, mit Ausnahmeeines einzigen, von Wasser zersetzt, dessen Sauerstoff einender Bestandtheile des Salzes oxydirt, um seinen Wasser-stoff mit dem Ammoniak zu Ammonium zu verbinden;sie können folglich nur auf trockenem Wege hervorge-bracht werden, und die gewöhnlichste Art, sie zu erhalten,ist, entweder die Bestandtheile des Salzes in Gasform mit