Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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Haloidsalze.

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Ammoniak vermischt wird, bis der Niederschlag anfängtbeständig zu werden, worauf man die Flüssigkeit abdampft.Das Salz schiefst dabei in schuppigen, glänzenden, demKaliumsalze vollkommen ähnlichen Krystallen an. Erhitztman dieses Salz in einem Platingefäfse, so giebt es beieiner, noch nicht zum Glühen gehenden Temperatur, einSublimat, welches aus Fluorammonium besteht, und inder Retorte bleibt saures Titanfluorammonium zu-rück, welches die Gestalt des eingelegten Salzes behältund aus Fluorammonium mit wahrscheinlich der doppel-ten Menge Fluortitan besteht. Beim anfnngenden Glühenschmilzt es erst und sublimirt sich dann flockig und ohneZeichen von Kristallisation. Es löst sich im Wasser auf,schmeckt sauer und zusammenziehend, und seine Auflö-sung kann mit viel Alkali vermischt werden, ehe sie ge-fällt wird.

Tantalfluorammonium (flufssaures Tantalammo-niak) wird gebildet, wenn man Tantalfluorwasserstoff-säure mit kaustischem Ammoniak versetzt, bis dafs sichein bleibender Niederschlag zu zeigen anfängt. Das Salzschiefst nach gelinder Abdampfung in, dem Kalisalze voll-kommen ähnlichen, Schuppen an. Beim Wiederauflösen inWasser wird es zersetzt, läfst ein weifses Pulver unaufge-löst, und die Auflösung wird sauer, woraus hervorzuge-hen scheint, als erfordere es einen Ueberschufs an Säurein der Flüssigkeit, um aufgelöst zu werden; durch Kochenwird es noch mehr zersetzt. In einem Platingefäfse er-hitzt, giebt das trockene Salz Fluorammonium, welchesSpuren von Fluortantal hält, und in der Retorte bleibtletzteres zurück, ohne weiter von der Hitze verändert zuwerden.

Molybdänfluor- und Wolframfluor - Ammo-nium gleichen den entsprechenden Kaliumsalzen vollkom-men im Aeufsern, in der Auflöslichkeit und der Verbin-dungsart der Bestandteile.

Cyanammoniurn (blausaures Ammoniak) erhältman durch Sättigung der Cyanwasserstoffsäure mit Am-moniakgas. Dieses Salz ist sehr flüchtig. Das Gas des-

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