Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
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Sauerstoffsalze.

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gelöst, und diese Lösung mit einer Lösung von Cblorcal-cium so lange versetzt, als noch ein Niederschlag entsteht,wobei gewöhnlich 2 Procent vom Gewichte des Tinkalsverloren gehen. Die seifenartige Verbindung wird dabeizersetzt und die Kalkerde schlägt sich in einer unlöslichenVerbindung mit dem Fette nieder. Man kocht nachherdie Flüssigkeit bis zu 18 bis 20° nach Beaume’s Areo-meter ein, und lädst sie sodann in hölzernen oder bleier-nen Gefäfsen langsam abkühlen, indem man diese Gefäfseentweder mit einer warmen Atmosphäre umgiebt, odermit Stroh umwickelt, welches eine zu schnelle Abkühlungverhütet.

Der Borax hat einen süfslichen Laugengeschmack undreagirt alkalisch; er ist in 12 Th. kalten und 2 Th. ko-chenden Wassers löslich, verwittert schwach und langsamin trockener Luft, und leuchtet stark, wenn man ihn imDunkeln zusammenreibt. Er schmilzt auf glühenden Koh-len und windet und bläht sich dabei auf; zuletzt bleibteine aufgeschwollene weifse Masse zurück, die leicht zuPulver zerfällt. Er verliert dabei 47,1 Procent Wasser,dessen Sauerstoff sich zu dem des Natrons wie 10 : l ver-hält. Wird er einer höheren Temperatur ausgesetzt, soschmilzt er zu einem klaren, ungefärbten Glase, das sichin Wasser wieder anflöst. Er wird als Flufsmittel beimLöthen, sowie bei Löthrohr-Versuchen gebraucht. Manschmilzt mit ihm die Körper zusammen, welche man un-tersuchen will, und bildet damit Gläser, aus deren Farbeman oft sehr geringe Mengen solcher Metalloxyde erkenntoder auffindet, welche gefärbte Gläser geben. Man hatauch einen mit Salpetersäure neutralisirten Borax dazuvorgeschlagen; allein dann darf das Blasen nicht auf Kohlegeschehen.

Man hat in Frankreich angefangen dieses Salz imGrofsen zu bereiten und zwar auf die Weise, dafs mandie Borsäure, die man aus Italien bezieht, wo sie in denWassern einiger kleinen Seen vorkommt, mit Natron sät-tiget und krystallisirt. Dieser Borax ist reiner, als derraffinirte ostindische, hat aber das Unbequeme, dals sich

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