Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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531
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Snucrstolfsalze.

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Zweifach phosphorsaures Natron wird erhalten,wenn das neutrale mit Säure übersättigt und die starkconcentrirte Auflösung in Ruhe stehen gelassen wird, wo-bei dieses Salz endlich in grofsen Krystallen anschiefst.Fis enthält 25,95 Procent Wasser, dessen Sauerstoff 4 Malder der Base ist. Mitscherlich hat bei diesem Salze dieEigenschaft gefunden, dafs es bei unverändertem Wasser-gehalt in zwei ungleichen Grundformen anschiefsen kann.Wenn man eine Auflösung von Phosphorsäure mit Natronsättigt, so dafs die Auflösung weder sauer noch alkalischreagirt, und die Flüssigkeit dann abdampft, so schiefstzuerst gewöhnliches phosphorsaures Natron an, das alka-lisch reagirt, und die Mutterlauge, welche nun sauer rea-girt, giebt Krystalle vom sauren Salz. Letzteres ist inWeingeist unauflöslich, welcher daraus freie Phosphor-säure auszieht, wenn das Salz dieselbe im Ueberschufsenthält. Phosphorsaures Natron bildet kein basischesSalz, sondern Weingeist zieht das Natronhydrat aus, wo-mit es vermischt sein kann.

Phosphorsaures Kali-Natron wird, nach Mit-scherlich, erhalten, wenn das saure Salz von einer derBasen mit der andern gesättigt wird; z. B. wenn man zuzweifach phosphorsaurem Kali so lange kohlensaures Na-tron setzt, als noch Aufbrausen entsteht. Das Doppelsalzschiefst nach dem Abdampfen an und enthält 27,38 Th.phosphorsaures Kali, 22,12 Th. phosphorsaures Natron und50 ,f >0 Th. Wasser, dessen Sauerstoff 17 Mal der von einerder Basen ist.

Pbosphorichtsaures Natron ist ein in Wasser,so wie auch in wasserfreiem Alkohol sehr leicht auflösli-ches Salz.

Chlorsaures Natron entsteht durch Sättigung vonkohlensaurem Natron mit Chlor; aber das Salz ist schwervon dem zugleich gebildeten Kochsalz zu trennen; manbedient sich indefs dazu des Alkohols, welcher das chlor-saure Salz etwas leichter als das Chlornatrium auflöst.Am besten ist es, entweder Chlorsäure mit Natron zusättigen, oder 9 Th. chlorsaures Kali mit 7 Th, Kiesel-