Sauerstoffsalze.
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durch Oxydation in der Luft zu neutralem schwefelsau-rem Nalron wird. Es reagirt schwach alkalisch, schmeckt,wie alle schweflichtsauren Salze, nach schweflichter Säure,und löst sich in 4 Th. kalten und in weniger als seinemgleichen Gewichte kochenden Wassers auf. Letzteres Salzist als neutrales und ersteres als zweifach schwef-lichtsaures Natron zu betrachten.
Unterschweflichtsaures Natron wird auf glei-che Weise wie das entsprechende Kalisalz erhalten. Aufdie leichteste Art gewinnt man es, wenn man eine con-centrirte Auflösung von Schwefelnatrium sich allmählichan der Luft oxydiren läfst. Es schiefst in durchsichtigen,farblosen, vierseitigen Prismen an, die bisweilen sehr grofserhalten werden. Im Wasser ist es leicht aufiöslich, undim Alkohol unauflöslich.
Salpetersaures Natron ('Nilrum cubicumJ er-hält man am leichtesten, wenn man die Erdsalze inder Salpeter-Mutterlauge mit kohlensaurem Natron nie-derschlägt und dann die Lauge zum Krystallisiren ab-dampft. Hält dieselbe viel Ueberschufs an Alkali, so kry-stallisirt das Salz sehr schwer. — Es hat einen scharfen,kühlenden Geschmack; löst sich in 2 Th. kaltem und weitweniger kochendem Wasser, so dafs es am besten wäh-rend des Abkühlens anschiefst. Es wird in der Luft leichtfeucht und taugt daher nicht zu Schiefspulver. Wenn manaus 5 Th. desselben mit 1 Th. Schwefel und 1 Th. KohleSchiefspulver ■ bereitet, so brennt dieses 3 Mal langsamer ab,als ein ähnliches, mit Salpeter gemachtes Pulver. Es brenntmit einer schönen, pomeranzengelben Farbe und kann da-her zu Feuerwerken benutzt werden. Die Säure wirdbeim Verbrennen des Salzes unvollkommen zerlegt, undStickstoffoxydgas, mit etwas Stickstoffoxydulgas gemengt,entwickelt. Dieses Salz kommt, nach Mariano de Ri-ver o, in unerschöpflichem Vorrath in der öden Land-schaft Atacama in Peru vor. Es bildet ein von Alluvial-erde und Thon bedecktes Lager, welches, mit abwech-selnder Mächtigkeit, in einer Richtung eine Ausdehnungvon 25 Meilen hat. Es könnte, als ein weniger theurer