aufgelöst und zur Wegscliaffung des kohlensauren Kali’sso lange mit essigsaurem Kalke versetzt, als noch kohlen-saurer Kalk gefällt wird, dann aber filtrirt und schnellbis zum Entstehen des Salzhäutchens abgedampfr. Manläfst es nun 24 Stunden lang auf einer kühlen Stelle an-schiefsen, und das krystallisirte Salz ist nun reines Cyan-kalium. Man bringt es auf Löschpapier, spült es mit Al-kohol ab und drückt alle Feuchtigkeit heraus. Es wirdtrocken aufbewahrt. Die rückständige Lauge enthält, ne-ben essigsaurem Kali und Cyankalium, auch noch einenAntheil kohlensaures Kali, welches sich beim Einkochenauf Kosten des Cyans von neuem bildet; sie mufs daherwährend des Abdunstens mit essigsaurem Kalke behandeltwerden, um das kohlensaure Kali fortzuschaffen, welchessonst mit dem Cyankalium anschiefst.
Vielleicht wäre es bei diesem Verfahren am rathsam-sten, wenn man die gebrannte Salzmasse in so wenigWasser wie möglich aufiöste, sie dann mit einer concen-trirten Lösung von essigsaurem Kalke niederschlüge und,nach Abseihung des Kalks, so lange mit Alkohol versetzte,als noch Cyankalium gefällt wird. Man würde dadurchdem bedeutenden Verluste an Salz entgehen, welches beimAbrauchen zerstört wird.
Man prüft das Cyankalium auf kohlensaures Kali,wenn man es mit 5 Th. wasserfreiem Alkohol übergiefst,der mit ■§■ vom Gewichte des Salzes concentrirter Essig-säure, von wenigstens 1,0.56 specifiscbem Gewichte, ge-mengt ist. Entsteht dabei kein Aufbrausen, so war dasSalz rein; im entgegengesetzten Falle entwickelt sich einGemenge von kohlensaurem und cyanwasserstoffsauremGase, wobei das kohiensaure Kali in essigsaures verwan-delt und im Alkohol aufgelöst wird. Derjenige Theil desCyankaliums, welcher nicht zerlegt wird, bleibt zurück,verabsäumt man aber das Niederschlagen durch essigsau-ren Kalk, so ist das Salz gewöhnlich so kohlensäurehal-tig, dafs alles zusammen zersetzt wird.
Bei Bereitung des Cyankaliums mufs man vorzüglichauf zwei Hauptumstände Acht geben, aJ dafs man nicht