Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
507
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Haloidsalzc.

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wie in allen Borfluormetallen, ist das Fluormetall (Fluor-kalium) mit einer Quantität Fluorbor verbunden, welchedie dreifache Menge Fluor enthält.

Kieselfluorkalium (flufssaures Kieselkali) entsteht,wenn Kieselfluorwasserstoffsäure in eine Auflösung vonFluorkalium oder irgend eines Kalisalzes getropft wird.Es schlägt sich dann nieder, ohne dafs man anfangs eineTrübung in der Flüssigkeit bemerkt, zumal wenn sie ver-dünnt ist, sie fängt aber an, mit Regenbogenfarben zuspielen, die, besonders im unmiitelbaren Sonnenlichte, rechtschön sind. Allmählich setzt sich der Niederschlag zu Bo-den und bildet eine halbdurchsichtige Lage, worin sich dasFarbenspiel concentrirt. Wird er auf’s Filtrum genommen,gewaschen und getrocknet, so verliert er sein gallertar-tiges Ansehen, und verwandelt sich in ein feines, wei-fses und zart anzufühlendes Pulver. In Wasser ist die-ses Salz schwer auflöslich, in kochendem etwas leich-ter als in kaltem, und wenn eine gesättigte Auflösung ab-gedampft wird, so schiefst es in kleinen Krystallen an,denen von Borfluorkalium ähnlich, aber gewöhnlich nochkleiner als diese. Sie enthalten kein chemisch gebunde-nes Wasser. Das Salz schmilzt bei anfangendem Glühen,geräth dann in’s Kochen und entwickelt Fluorkieselgas,wobei es immer schwerflüssiger wird, bis endlich Fluor-kalium zurückbleibt. In offenen Gefäfsen beginnt die Gas-entwickelung, ehe das Salz schmilzt. Zur vollständigenZersetzung erfordert es eine lange anhaltende Glühhitze,jedoch weniger lang als beim vorhergehenden Salze. DasGefäfs, worin man das Glühen [vornimmt, bedeckt sichrund herum mit, sich sehr fest ansetzender Kieselsäure,die aus dem Fluorkieselgase durch die Feuchtigkeit derLuft gefällt wird. Kieselfluorkalium wird bei gewöhnli-cher Temperatur weder von kaustischem noch kohlensau-rem Kali verändert; wird es aber damit gekocht, so löstes sich auf, und beim Erkalten der Auflösung scheidetsich die Kieselsäure gallertartig ab, und das Salz hat sichin Fluorkalium verwandelt. Mit einem Ueberschufs vonKali giebt es kein basisches Salz.