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Salze von Kalium.
wird es in weit gröfserer Menge aufgelöst, und beim Er-kalten setzt die Auflösung kleine, glänzende Krystalle ab,die kein Krystallwasser enthalten. Es ist auch in gerin-ger Menge in Alkohol auflöslich, woraus es beim Erkal-ten anschiefst. Wird dieses Salz erhitzt, so schmilzt eskurz vor dem Glühen, geräth dann in’s Kochen und stöfstFluorborgas aus, welches sich, wenn das Salz nicht voll-kommen wasserfrei war, auf die kälteren Wände in fei-nen, einem Sublimate völlig ähnlichen, Tröpfchen con-densirt. Zur vollständigen Zersetzung erfordert es einelange anhaltende und strenge Hitze, und hinterläst end-lich Fluorkalium. Wird es in einem Platintiegel geglüht,so setzt sich um den Rand des Deckels herum geschmolzeneBorsäure an, aus dem Fluorborgase durch das Wasser derLuft oder der Flamme da niedergeschlagen, wo jenes her-vordringt. Wird das Salz im Glühen unvollständig zersetzt,so bleibt der unzersetzte Theil, beim Uebergiefsen mit Was-ser, unaufgelöst zurück. Von Schwefelsäure wird dieses Salzschwierig und erst mit Hülfe der Wärme zersetzt; es ent-wickelt sich zuerst Fluorborgas und hierauf destillirt ein Ge-menge von Fluorwasserstoffsäure und liquider Borfluorwas-serstoffsäure über. Von Salzbasen wird dieses Salz nicht zer-setzt Von kaustischem Ammoniak wird es nicht mehr als vondem in ihm enthaltenen Wasser aufgelöst, und kocht mandieses Gemenge, so krystallisirt das Kalisalz beim Erkaltenunverändert heraus. Würde dieses Salz mit Kieselfluor-kalium, welchem es sehr ähnlich ist, verunreinigt Vorkom-men, so können sie dadurch von einander getrennt wer-den, dafs das Ammoniak das letztere zersetzt. Im Kochenwird es von kohlensaurem Kali und Natron, ohne dafsKohlensäure entwickelt wird, aufgelöst, und aus einerkochend gemachten Auflösung in kaustischem Kali schiefstes unverändert an. Diese starke Verwandtschaft erklärtdie paradoxe Erscheinung, dafs wenn man Borsäure zueiner Auflösung von saurem Fluorkalium mischt, die Flüs-sigkeit alkalisch reagirt; es wird Borfluorkalium gefällt,und in der Flüssigkeit bleibt dabei ein Antheil Fluorka-lium, welches die Reaction bewirkt. In diesem Salze, so