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2,2 (1826)
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Salze von Kalium.

drat gebildet. Von Kohle wird es in heftiger Weifsglüh-hitze in Kohlenoxyd gas und Kalium u. a. m. zerlegt (s. dieDarstellung des Kaliums). Seine Anwendung in der Che-mie, Pharmacie und Technologie ist sehr ausgedehnt.

Oxalsaures Kali, a) Zweifach (Sal acetosei -lae). Dieses Salz findet sich in mehreren sauren Pflan-zensäften, z. B. im Safte der Oxalis acelosella, O. cor-niculata, Rumcx acetosa, R. acetosella, Geranium ace-tosinn u. m. a. Man erhält es gewöhnlich aus dem Sauer-klee (Oxalis acetosella), wenn der aus dieser Pflanzeausgeprefste Saft aufgekocht, mit Eiweifs geklärt und fil-trirt, dann zur Syrupsdicke, oder bis sich ein Salzhäut-chen zeigt, abgedampft wird. Das Salz schielst nach ei-nigen Tagen in braunen Krystallen an, welche dadurchgereinigt werden, dafs man sie in kochendem Wasser auf-löst und filtrirt, worauf das schwerlösliche Salz beim Ab-kühlen wieder krystallisirt. 100 Pfund Sauerklee geben50 Pfund Saft, und daraus erhält man nur 8 Loth reines Salz.Es wird im Grofsen in der Schweitz und in einigen Ge-genden Deutschlands bereitet. Es hat einen scharf sauren,beinahe beifsenden Geschmack. Auf glühenden Kohlengiebt es einen sauren stechenden Piauch, verkohlt abernicht. Bei der Destillation giebt es eine saure gelblicheFlüssigkeit, aber kein Oel. Es verändert sich in derLuft nicht, und enthält 13,1 Procent Wasser, dessen Sauer-stoff 2 Mal so viel wie der Sauerstoff des Kali’s beträgt.Dieses Salz giebt gern doppelte Verbindungen, wenn seinUeberschufs an Säure mit einer anderen Basis gesättigetwird. Man benutzt es zum Ausmachen von Tintenflecken,in der Heilkunst aber als ein kühlendes Mittel. Es wirdzuweilen mit Cremor tartari verfälscht, giebt aber dannbeim Verbrennen Kohle. Bisweilen enthält es auch zwei-fach schwefelsaures Kali; dieses ist aber leichtlöslich undgiebt überdiefs mit Blei- oder Barytsalzen einen in Sal-petersäure unauflöslichen Niederschlag.

b) Vierfach oxalsaures Kali. Wenn man dasvorhergehende Salz in verdünnter Chlorwasserstoffsäureoder Salpetersäure auflöst und abdunstet, so wird ein

Salz