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2,2 (1826)
Entstehung
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483
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Sauerstoffsalze.

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sich auf die innere Fläche des Glases kleine Krystalle ab,welche kohlensaurer Kalk sind. c) Werden zweifach

weinsaures Kali und gereinigter Salpeter mit einandervermischt und in kleinen Antheilen nach einander in ei-nen erhitzten Eisentiegel geworfen, so brennen sie ab,indem sich die Säuren einander zerstören, und es bleibtkohlensaures Kali zurück. Die älteren Chemiker nanntendieses Alkali extemporaneum. Nimmt man von beidenSalzen gleiche Theile, so erhält man den ehemals soge-nannten weifsen Flufs, weil die Kohle der Weinsäurevollkommen weggebrannt ist, aber es ist darin salpetricht-saures Kali enthalten. Nimmt man 2 Th. zweifach wein-saures Kali auf 1 Th. Salpeter, so erhält man den schwar-zen Flufs, weil ein Tbeil der Kohle von der Weinsäureunzerstört bleibt und die Salzmasse färbt, die durch Aus-laugen rein erhalten wird. Den Namen Flufs hat dieseMasse wegen ihrer Anwendung bei Keduction der Metall-oxyde (siehe p. 672. Th. I.).

Kohlensaures Kali schmeckt scharf, aber nicht ätzendalkalisch, und wurde deshalb ehemals mildes Alkali ge-nannt. Es hat grofse Verwandtschaft zum Wasser, und zer-fliefst an der Luft zu einer concentrirten, ölartig fliefsen-den Flüssigkeit, das Oleinn tartari per deliquiumder älteren Chemiker. Es kann krystallisirt erhalten wer-den, wenn die Auflösung bis zu 1,62 spec. Gewicht (inder Wärme genommen) abgedampft, darauf in ein ho-hes und schmales Cylinderglas gegossen und langsam er-kalten gelassen wird, wobei das Salz in langen, rhom-boidalen Tafeln anschiefst, welche an der Luft sogleichzu zerfliefsen anfangen. Die Mutterlauge, welche kalt1,62 spec. Gew. hat, liefert bei erneuter Abdampfungnoch mehr Krystalle.. Das Salz ist in Alkohol unlöslichund wird bisweilen zur Entwässerung eines weniger con-centrirten Spiritus angewandt. Die Krystalle enthalten20 Proc. Krystallwasser, dessen Sauerstoff 2 Mal so vielwie der der Basis beträgt. Das eingekochte Salz ist was-serfrei. Wird es stark in einem Strome von Wassergasgeglüht, so wird die Kohlensäure ausgetrieben und Hy-