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2,2 (1826)
Entstehung
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Salze von Kalium.

ser u. s. w., und der Stickstoff giebt Salpetersäure, diesich dann mit dem Alkali und den Erden zu salpetersau-ren Salzen verbindet, durch welche die Säure zurückge-halten wird. Die Stätten, worauf man Salpeter erzeugenwill, überbaut man mit einem Dache, um den Regen ab-zuhalten, welcher sonst den gebildeten Salpeter wegspü-len würde.

Man nennt dergleichen Gebäude Salpeterhütten. Un-ter das Dach legt man lockere Erde, die mit vegetabili-schen und animalischen Abgängen durchmengt und mitAsche und Kalk oder Mergel versetzt, zuweilen auch mitReifsholz durchflochten wird, welches die Masse poröserhält. Uebrigens schüttet man das Gemenge in niedri-gen Haufen oder Reihen auf, die man entweder fleifsigumschaufelt, oder mit kleinen Löchern durchbohrt, umder Luft mehr Zutritt zu verschaffen. Von Zeit zu Zeitmufs man es mit Urin übergiefsen, der an Stickstoff rei-cher als alle anüerl^thierische Körper ist. Nach Verlaufvon 2 bis 3 Jahren ist der Stickstoff in Salpetersäure ver-wandelt und der Salpeter gebildet. Man findet diefs durcheine kleine Probe, die man auslaugt und zum Krystalli-siren abdampft. Wenn die Salpetererde recht gut zumSieden ist, so giebt sie 8 Lotli Salpeter auf jeden Cubik-fufs Erde. Man will bemerkt haben, dafs bei dieser Ge-legenheit mehr salpetersaures Kali gewonnen wird, alsdas vorher in der Erde enthaltene Kali geben könnte;wäre diese Beobachtung richtig, so würde sie einen neuenBeweis für die Erzeugung der Alkalien, durch uns unbe-kannte Prozesse, abgeben.

Die erhaltene Salpetererde wird mit siedendem Was-ser ausgelaugt, und dieses Wasser mehrere Male auf fri-sche Erde gegossen, bis es einen gewissen Grad von Sal-petergehalt angenommen hat. Dieses Wasser enthält nunvorzüglich Salpeter, salpetersaure Kalkerde, salpetersaureTalkerde, Kochsalz und einen braunfärbenden Extraktiv-stoff. Die salpetersauren Erdsalze können nicht krystalli-siren; man braucht daher nur eine Lauge von Holzascheso lange zuzusetzen, als noch Erde ausgeschieden wird,