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Salze von Kalium.
I. Salze von Kalium.
A. Sauer stoffsalze von Kalium.
Die Kalisalze sind mit wenigen Ausnahmen in Wasserleicht auflöslich; viele derselben werden an der Luft feucht.In fester Form enthalten sie weniger häufig Krystallwas-ser, als Salze andrer Basen. Sie vertragen besser Glüh-hitze als andere Salze, so dafs Säuren, welche in Verbin-dung mit anderen Basen entweder durch die Hitze zer-setzt oder ausgetrieben werden, in Verbindung mit Kalisich erhalten. Um das Kali in einem Salze zu erkennen,bedient man sich entweder der Weinsäure, deren concen-trirte Auflösung zur Auflösung des Kalisalzes gemischt wird,wobei sich entweder sogleich oder erst nach einer Weilezweifach weinsaures Kali absetzt, oder auch einer gesättig-ten Auflösung von schwefelsaurer Thonerde, welche Alaunniederschlägt oder denselben nach einer Weile in Krystallenabsetzt (was jedoch auch mit den Ammoniaksalzen stattfindet), und endlich des Chlorplatins, welches ein in Was-ser schwer lösliches Doppelsalz bildet, das entweder so-gleich niederfällt, oder während des Abdampfens in klei-nen, gelben, glänzenden Krystallen anschiefst; aber auchdieses findet mit Ammoniaksalzen statt, so dafs dieReactionsprobe immer mit einem zuvor geglühten Salzeangestellt werden mufs.
Schwefelsaures Kali, a) Neutrales wird ge-wöhnlich als Nebenproduct bei der Bereitung von Salpe-tersäure erhalten. Es schiefst in schiefen, vierseitigenPrismen oder in doppelten sechsseitigen Pyramiden an,und zeigt oft, wenn das Anschiefsen während allmählichvor sich gehender Abdampfung bei gelinder Wärme stattfindet, ein Funkeln auf dem Boden der Flüssigkeit, wel-ches von den Krystallkörnern auszugehen scheint. DerLichtschein dabei ist blafsgelb. Die Krystalle verändernsich nicht in der Luft, enthalten kein Krystallwasser, ver-