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Nomenclatur für die ungleichen
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Hinsichtlich der Benennung von Salzen nach der un-gleichen Sättigungsstufe, auf welcher sie sind, so dafs derName die Sältigungsstufe bezeichnet, ist Folgendes zubeobachten: Wenn sich die Säure in einem Salze mit li,2, 3 oder 4 multiplicirt, so wird diefs bezeichnet mit an-derthalb, zweifach, dreifach, vierfach; z. B. an-derthalb phosphorsaure Kalkerde, zweifach schwefelsauresKali. (Statt zweifach doppelt zu sagen, könnte mögli-cher Weise zu einem Irrthume verleiten, da wir Doppel-salze haben, und Aehnlichkeit im Namen bei Verschieden-heit der Verbindung vermieden werden mufs.) Vermehrtsich dagegen die Basis, so kann man nicht mit gleicherLeichtigkeit Zahlwörter zu dem Namen der Basis anwen-den; man drückt deshalb in der Benennung des Salzesden Bruch von der Quantität der Säure aus, welche die
tralisirt, ohne dieselbe zu zerstören. Beispiele haben wir hier-von in der Chlorwasserstoffsäure, welche die Basis zersetzt, undin der Chlorsäure,, welche sich damit verbindet. Das Product ist inbeiden Fällen analog und besitzt diejenigen Eigenschaften, welchedie Salze bezeichnen, ungeachtet es im ersteren Falle nur auszwei Elementen, in letzterem aber aus drei besieht, oder, andersbetrachtet, im ersteren Falle aus zwei einfachen Körpern,und im letzteren aus zwei Oxyden. Was wir ein Salz nen-nen, mufs folglich auch aus einem elektrisch - chemischen Ver-hältnifs, ohne Ilücksicht auf die Anzahl der Elemente, bestimmtwerden. Wir nennen deshalb die Verbindung von Chlor mitNatrium ein Salz, weil diese beiden Körper vollkommen ihreelektrisch-chemischen Beziehungen gegenseitig vernichtet haben.Wir nennen aber nicht die Verbindung von Sauerstoff mit Na-trium ein Salz, weil der Sauerstoff nicht die elektrischen Reactio-nen des Natriums aufhebr. Der Umstand, dafs Chlor ein elek-tropositives Metall neutralisirt, dafs aber der Sauerstoff nicht das-selbe bewirkt, liegt nicht in der ungleichen elektrisch-chemischenIntensität dieser Körper, denn dann würde, wenn nicht das Natriummit derjenigen Menge Sauerstoff, welche es in Natron verwan-delt, neutral wäre, es diefs mit noch mehr Sauerstoff werden; aberdas Natriumsuperoxyd ist es nicht, sondern hat statt dessen be-stimmt mehrere der elektrisch-negativen Reactionen des Sauer-stoffs angenommen. Wenn sich dagegen ein elektropositives Me-tall in mehreren Verhältnissen mit Chlor verbindet, so sind diesealle Salze. Die Ursache dieser charakteristischen Verschieden-heit im Verhalten kann demnach nicht einer ungleichen elektri-schen Intensität zugeschrieben, sondern mufs in einer andren ver-